Sonntag, 4. Dezember 2011

Rapante auf Reisen Teil 2 - Schwarzwald

Ich hatte das verlängerte erste Oktoberwochenende (ja ich weiss, ein bisschen her schon) genutzt und einen kleinen Trip in den Schwarzwald gemacht. Manchmal braucht frau eben mal einen Tapetenwechsel, und im Schwarzwald gibt es viele schöne Bauernhöfe zum Übernachten.

Gebucht hatte ich den Hänslehof in Elzach/Kinzigtal. Eine wirklich sehr schöne Gegend. Angekommen am Hof, wurde ich erst mal von Freddy, dem Hofhund empfangen, der auch immer beim Frühstück dabei sitzen musste.


Wie man sich denken kann, war Freddy nicht das einzige Tier auf dem Hof, es gab noch Katzen, Ziegen, Kühe und Hühner. Alles eingebettet in einer schönen Landschaft mit schönen Bergen drum herum.

 

Das Wetter an diesem Wochenende war einfach nur herrlich schön, so dass es natürlich auch noch genutzt werden musste. Also ist Rapante losgezogen und hat schon nach kurzer Zeit eine Stelle gefunden, die doch der schottischen Landschaft sehr ähnlich war, und das nicht nur wegen der Schafe. Damit fühlte ich mich dann direkt heimisch.

 

Am Sonntag bin ich dann den Huberfelsen ein ganzes Stück hochgekraxelt und habe einfach den ruhigen Wald genossen.


 
 

Sonntags bin ich dann zum Freilichtmuseum Vogtsbauernhöfe gefahren. Ähnlich wie in Kommern hat man hier auch Häuser am Originalstandort Stück für Stück abgebaut und im Museum wieder aufgebaut. Eine sehr schönes Museum mit vielen urig eingerichteten Bauernstübchen. Und mit Spinnrädchens, die ich schon fast hätte mitnehmen können, nicht zu vergessen die Bandwebrahmen. So einen ganz großen Webstuhl wäre ja auch noch was, Platz hätte ich ja genug im Wohnzimmer, *g*. 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Und in der Zwischenzeit wurde auch wieder fleissig genadelt, ein paar Socken aus herrlicher Bambussockenwolle, handgefärbt von der Frechener Wolloase und ein Sommerpullover (der nächste wird bestimmt kommen) aus Baumwolle sind mir von den Nadeln gehüpft.

 

Derzeit läuft die Weihnachtsproduktion schon an - zum Glück sind es in diesem Jahr nicht große Teile, sondern recht kleine, die schnell genadelt werden können. Sogar die Socken in Größe 44, genadelt mit 6-facher Sockenwolle gehen recht schnell.

Insofern wünsche ich allen eine entspannte und schöne Adventszeit und genügend Ruhe zum Durchatmen (wirklich wichtig und richtig in dieser Zeit). Einfach mal einen Gang zurückschalten und den Glühwein oder Tee genießen, sei es draußen auf dem Weihnachtsmarkt oder drinnen in der Stube.



Warten wir noch ein kleines Weilchen, dann ist Weihnachten ...

Samstag, 8. Oktober 2011

Rapante auf Reisen - Teil 1: Schottland

Mein Sommerurlaub mit meiner Freundin Ruth ist zwar schon gut zwei Monate her (wo ist die Zeit geblieben), aber endlich kann ich mich mal soweit sammeln, um darüber zu berichten.

Die 15-stündige Überfahrt von Amsterdam nach Newcastle habe ich - auch dank der ruhigen See - gut überstanden. Das Schiff war schon eine imposante Erscheinung:


Wir fuhren ein ganzes Stück am Hadrianswall entlang bis nach Schottland hin, an Glasgow vorbei, am Loch Lomond vorbei und am Ailean Donnan Castle - bekannt aus Highlander (war das der Film? Der andere fällt mir gerade nicht ein).


Dann ging es direkt hinter Ailean Donnan Castle über die Brücke auf die wunderschöne Insel Skye. Wunderschön grün und Lochs mit kristallklarem Wasser. Die Strände auch schön zum Verweilen (und Stricken). Fünf Tage haben wir auf der Insel verbracht, haben Schafe beobachtet, die überall grasten,


einen keltischen Brooch angeschaut (ein Turm, in dem im Notfall sich Dorfbewohner mit dem Vieh zurückziehen konnten),






haben uns Dunvegan Castle angesehen, der Hauptsitz des Clan MacLeod, mit einem wunderschönen Garten,







haben uns den Kiltrock angesehen (und den Wind um die Ohren fegen lassen),


die Black Houses uns angeschaut,





und waren am schönsten Platz für mich auf der Insel: am Fairy Glenn.

  
Ruth hat eine Freundin auf Skye, Sandy, die wir auch besuchten. Bzw. wir besuchten ihren Mann, da Sandy wegen einer Familiensache nicht da war. Sandy und Steve haben einen tollen Laden mit gebrauchten Büchern, wo wir uns dann auch erst mal richtig eingedeckt haben mit Lesestoff. Die beiden halten 3 Windhunde, 1 Huskymischling, Hühner, 2 Katzen, 1 Lämmchen und mehrere Papageien. Dazu kommen dann noch 5 Kinder, die aber alle schon aus dem Hause sind. Es ist schon eine interessante Begrüßung, wenn man ins Haus kommt, und 3 Windhunde springen an einem hoch und schnüffeln, während der Husky versucht, einem die Schnauze in den Hintern zu schieben. *g*

Krönender Abschluss unseres Aufenthaltes auf Skye war der Folkloreabend mit Musik, Gesang und Tanz sowie die Highland Games. 






Wobei ich zugeben muss, dass ich die Tänzer und Musiker weitaus interessanter fand, als die Baumstammschubser. *g*

Nach der Insel Skye fuhren wir über den Applecross-Pass und weiter bis nach Ullapool. Am Little Loch Broom haben wir einen wunderschönen Sonnenuntergang erlebt. Das Licht- und Schattenspiel auf den umliegenden Bergen war einfach nur schön. 







Irgendwo im Nirgendwo zwischen Applecross und Ullapool fanden wir ein Häuschen, in dem Wolle und Spinnfutter und Co. angeboten wurden. Der Inhaber war ein ca. Mitte 70-Jähriger, der fröhlich pfeifend an einem seiner großen Webstühle vor sich hinwebte, während wir Wolle, Strickwaren und anderes in seinem Laden bewunderten. Hinter dem Häuschen war eine gefilzte Jurte, die man nächteweise mieten konnte. 

Weiter ging die Fahrt am Loch Ness vorbei (und nur vorbei) bis hin zum Glenn Cannich. Dort haben wir uns auf einem Campingplatz für einige Tage eingerichtet, und hatten direkt am ersten Abend Glück. Denn an diesem Abend fand dort ein Live-Musik-Event mit zwei ganz sympatischen Musikern bzw. eine Musikerin (Geige) und ein Musiker (Gitarre und Drums) statt. Es waren nicht nur Leute vom Campingplatz dort, auch viele Bewohner aus dem anliegenden Ort kamen, um den beiden zu zuhören. 

Glenn Cannich hat ein wunderschönes Waldgebiet, wo wir auch ein wenig durchgelaufen sind. Wir haben uns das Culloden Battlefield und die Steinkreise von Clava Cairn angeschaut.










Gestrickt habe ich auch fleissig. Es sind drei Paar Socken und ein Pulli entstanden. Der Pulli ist aus handgesponnener Wolle, die Zopfmuster habe ich selbst zusammengestellt. Eine schöne wärmende Erinnerung an einen tollen Urlaub. 







Fazit: Urlaub wie er mir gefällt. Viel gesehen, gestrickt und Spass gehabt. Das machen wir nächstes Jahr auf jeden Fall wieder.


Sonntag, 17. Juli 2011

Diverse Freuden

Einkaufsfreuden



nachträgliche Geburtstagsfreuden



An dieser Stelle nochmals vielen lieben Dank an die RvB für den Gutschein!!!

Gartenfreuden







Spinnfreuden



Der Sommer plätschert derzeit dahin mit viel Arbeit, vor allem in der Küche. Durch das früh schon sehr gute Wetter spriesst es geradezu im Gemüsegarten, und zu Hause gibt es auch immer was zu tun. Alles schön kochen oder auch einlegen, damit man im Winter noch was vom Sommer hat. Oder einfrieren für schöne Gemüsesüppchen oder Gemüsebolognese.

Gesponnen und gestrickt wird auch fleissig, wie sollte auch anders sein? Gerade habe ich eine Seidenmalfärbung von meiner Freundin Ruth versponnen, mal sehen, mit was ich das schöne farbenfrohe Garn verzwirne. Fertig geworden ist ein Reload des San Sebastian-Schals, auch handgefärbtem Merinogarn aus der Frechener Wolloase. Dieses Mal ist der Halschmeichler für mich.




Durch einen Geburtagsgutschein von lieben Menschen (Dankeschön nochmals!) ist ein neues Spielzeug in meine vier Wände eingezogen. Rapante wandelt jetzt auch mal wieder weberisch auf ihren Handwerkspfaden und hat sich einen großen Webrahmen geleistet. Das Aufspannen ist zwar mindestens ähnlich aufwändig wie beim Gewichtswebstuhl, geht aber wesentlich schneller vonstatten und das Weben macht sehr viel Spass.

Und natürlich wird auch wieder fleissig der Waschbottich befüllt, ich konnte ja mal wieder den verlockenden Wollangeboten nicht widerstehen. *g*

In der kommenden Zeit wird das meiste aber ein wenig ruhen, da jetzt erst mal der Urlaub in Schottland ansteht, ich freue mich ja schon sooo drauf!