Seit gut einer Woche hat die gewohnte Tretmühle mich wieder, und irgendwie ist es so, als wenn ich keine zwei Wochen aus dem Verkehr gezogen worden wäre. Nix verpasst, nix passiert in der Zwischenzeit.
Weiter im Text gibt es auch beim Stricken. Mein Mittagspausengestrick ist in dieser Woche fertig geworden, Socken aus Baumwolle, schon luftig für den Sommer. Das Garn ist aus der Wollpiraten-Runde in ravelry. Man bekommt ein "Opfer" zugelost, das man mit Wolle "entern" muss. Die Wolle nimmt der Pirat aus dem eigenen Stash, und das Opfer muss die Wolle annehmen, egal, was es ist. Gut, komplette Schrottwolle sollte es nicht sein, aber ansonsten muss die Geenterte damit leben, was sie bekommt. Mich hat es eben mit Baumwolle erwischt, die Farben sind schön, auch wenn mir die Ringel zu gleichmässig ist, aber ich kann damit leben.
Zwischenzeitlich ist auch mein Knitalong-Projekt fertig geworden. Mein Saroyan hat die stolze Länge von 1,86 m und gefällt wie man sieht auch dem Katerchen gut:
Nach den Socken ist vor den neuen Socken, und nach den türkischen Socken kommt der orientalische Farbrausch von Stephanie von der Lindens "Socken aus aller Welt". Da ich noch genügend Garn aus den türkischen Socken über habe, mache ich den orientalischen Farbrausch aus dergleichen Farbkombi.
Aus meinen Wooly Mountains schrie dann geradezu die seidenmalgefärbte Wolle heraus, dass sie endlich verstrickt werden möchte. Ihr Wunsch ist mir Befehl, ein Raglan von oben soll es werden.
Damit mir auch genügend unfertige Projekte aus der Stricktasche entgegengucken können, habe ich an diesem Wochenende ein neues Tuch angefangen, mit einem handgefärbten Lacegarn von Wollsinn. Ein völlig untypisches Farbbeuteschema für mich, aber es wird ja auch nicht für mich. Wer es bekommt, wird noch nicht verraten. ;)
Sonntag, 22. April 2012
Donnerstag, 12. April 2012
Weiterhin außer Gefecht gesetzt
Mit leichtem Entsetzen musste ich dann vorgestern hinnehmen, dass der Arzt mich dann noch mal für den Rest der Wochen krank geschrieben hat. Er hat ja irgendwie recht damit, dass ich die Bronchitis richtig auskurieren sollte. Jaaaa, ist ja richtig.
Wenigstens habe ich so Zeit - neben mehr meine Fellnasen kraulen - zu stricken und spinnen. Das Osterwochenende stand ganz im Zeichen des Spinnrädchens, denn ich habe das Targhee fertig versponnen und mit einer Mischung aus BFL, Mohair und Shetland in einem schönen warmen Braunton verzwirnt. Was draus wird, weiss ich noch nicht genau, aber mit gut 368 m wird es in Richtung Tuch oder Stola gehen.
Voller ging im übrigen die Spule nicht. *g*
Daneben habe ich am Osterwochenende einen kleinen KAL in meiner ravelry-Gruppe gestartet, wir stricken den Saroyan. Gewählt habe ich dafür eine Tweedsockenwolle, handgefärbt von der Frechener Wolloase. Mittlerweile bin ich im Mittellteil und habe schon einige Blätter gestrickt, das Tuch mache ich jetzt nicht so breit, dafür aber umso länger. Die Wolle wird wohl auch noch einige Blätter hergeben, bis ich die Spitze arbeiten kann.
Und dann waren da noch die türkischen Socken, die ich gestern abend vollenden konnte. Für in die Schuhe sind die guten Socken zu schade, daher werde ich so wohl als Hausschuhe nutzen - wie türkische Socken ja auch eigentlich genutzt werden. Damit ich aber damit auf meiner Treppe keinen Abflug mache, werde ich wohl noch die Sohlen präparieren müssen. Hüttenschuhsohlen wäre zu schade für das Muster auf den Sohlen, evtl. werde ich wohl Latex nehmen. Mal sehen.
Wenigstens habe ich so Zeit - neben mehr meine Fellnasen kraulen - zu stricken und spinnen. Das Osterwochenende stand ganz im Zeichen des Spinnrädchens, denn ich habe das Targhee fertig versponnen und mit einer Mischung aus BFL, Mohair und Shetland in einem schönen warmen Braunton verzwirnt. Was draus wird, weiss ich noch nicht genau, aber mit gut 368 m wird es in Richtung Tuch oder Stola gehen.
Voller ging im übrigen die Spule nicht. *g*
Daneben habe ich am Osterwochenende einen kleinen KAL in meiner ravelry-Gruppe gestartet, wir stricken den Saroyan. Gewählt habe ich dafür eine Tweedsockenwolle, handgefärbt von der Frechener Wolloase. Mittlerweile bin ich im Mittellteil und habe schon einige Blätter gestrickt, das Tuch mache ich jetzt nicht so breit, dafür aber umso länger. Die Wolle wird wohl auch noch einige Blätter hergeben, bis ich die Spitze arbeiten kann.
Und dann waren da noch die türkischen Socken, die ich gestern abend vollenden konnte. Für in die Schuhe sind die guten Socken zu schade, daher werde ich so wohl als Hausschuhe nutzen - wie türkische Socken ja auch eigentlich genutzt werden. Damit ich aber damit auf meiner Treppe keinen Abflug mache, werde ich wohl noch die Sohlen präparieren müssen. Hüttenschuhsohlen wäre zu schade für das Muster auf den Sohlen, evtl. werde ich wohl Latex nehmen. Mal sehen.
Samstag, 7. April 2012
Strickexperimente und mehr
Der Frühling kommt und damit mal wieder die letzte geballte Kraft der Erkältungsviren, die im Winter keine Chance hatten. Dafür kamen sie jetzt mit aller Macht und bescherten mir kurz vor Ostern eine Bronchitis inklusive Ohrentzündung. Nunja, mal wieder eine Zwangspause.
Zum Stricken nehme ich mir aber immer Zeit, und daher sind in letzter Zeit ein paar schöne Werke entstanden.
Dieses schöne Tüchlein ist eine Kreation von Birgit Freyer. Mich hat die asymmetrische Form fasziniert. Das Tuch ist auch recht schnell gearbeitet und nicht schwer. Die ersten 100 Reihen wird ein Dreieck hochgestrickt, danach an der kurzen Seite des Dreiecks Maschen aufgenommen und dann 15 Reihen Lacekante gestrickt. Wobei in der Lacekante derart viele Maschen aufgenommen werden, dass sich das Tuch von alleine so dreht wie auf dem Foto.
Interessant war es auch, die Abschlusskante abzuhäkeln, statt abzustricken. Dadurch wurden auch die Spitzen herausgearbeitet, durch zusätzliche Luftmaschen und Zusammenhäkeln mehrerer Maschen.
In Punkto Türkische Socke habe ich einen neuen Versuch gestartet. Dieses Mal habe ich das Muster aus dem Verena Sockenspecial Nr. 2 gewählt. Der Anfang ist recht fummelig gewesen, da türkische Socken ja von der Spitze aus gestrickt werden. Die Verse wird im Nachgang eingestrickt, daher hat sie auch diese dreieckige Form.
Das war aber nur der erste Streich bzw. Socke. Die zweite ist gerade noch in Arbeit.
Ein weiteres zweifarbiges Experiment war der selbst entworfene Norwegerpulli. Die Grundfarbe ist aus Zealana eco, ein Garn aus Merino und Possum, die Muster sind aus handgesponnenen Merinogarn. Leider hatte ich nur 10 Knäuel von der Zealana, so dass das Endbündchen etwas kurz geraten ist. Ich habe das Internet hoch- und runtergesucht, aber in Europa ist dieses Ökogarn nicht zu bekommen. Und für ein Knäuel bestelle ich nicht in Übersee. Von daher bleibt der Pulli jetzt so, wie er ist, und mir gefällt er.
Gesponnen habe ich aber auch mal wieder, denn mit dem neuen Spinnflügel macht es doppelt so viel Freude zu spinnen. Hier ist das Ergebnis eines Spinnnachmittags mit meiner Freundin Ruth, ein schönes Kontrastprogramm zur Klausur, die ich am Vormittag geschrieben hatte. Das Braune ist eine herbstliche Mischung aus einer Spinnfuttertauschkiste, die anderen beiden sind rot-gelb-braunes Space von Huppertz verzwirnt mit brauner Wolle - eine liebe Spende von Ruth (Danke nochmals an dieser Stelle dafür):
Derzeit auf der Spule ist Targhee, eine amerikanische Schafrasse. Auch diese Fasern habe ich aus einer Spinnfasertauschkiste. Ich war neugierig, wie sich das Material verarbeiten lässt, daher weicht hier mal die Farbe von meinem Beuteschema ab. Targhee ist herrlich weich und fluffig und lässt sich ganz toll verarbeiten. Mal sehen, was es mitteilt, zu werden.
Eine schöne Beschäftigung, die mir hilft, auf gesundheitliche Besserung zu warten. Zumindest die Ohrenschmerzen sind weg, aber ganz klar höre ich derzeit noch nicht. Wenigstens ist der hässliche Husten schon weitestgehend verschwunden und auch die Nase wird wieder langsam frei.
Ich wünsche allen Lesern ein schönes Osterfest.
Zum Stricken nehme ich mir aber immer Zeit, und daher sind in letzter Zeit ein paar schöne Werke entstanden.
Dieses schöne Tüchlein ist eine Kreation von Birgit Freyer. Mich hat die asymmetrische Form fasziniert. Das Tuch ist auch recht schnell gearbeitet und nicht schwer. Die ersten 100 Reihen wird ein Dreieck hochgestrickt, danach an der kurzen Seite des Dreiecks Maschen aufgenommen und dann 15 Reihen Lacekante gestrickt. Wobei in der Lacekante derart viele Maschen aufgenommen werden, dass sich das Tuch von alleine so dreht wie auf dem Foto.
Interessant war es auch, die Abschlusskante abzuhäkeln, statt abzustricken. Dadurch wurden auch die Spitzen herausgearbeitet, durch zusätzliche Luftmaschen und Zusammenhäkeln mehrerer Maschen.
In Punkto Türkische Socke habe ich einen neuen Versuch gestartet. Dieses Mal habe ich das Muster aus dem Verena Sockenspecial Nr. 2 gewählt. Der Anfang ist recht fummelig gewesen, da türkische Socken ja von der Spitze aus gestrickt werden. Die Verse wird im Nachgang eingestrickt, daher hat sie auch diese dreieckige Form.
Das war aber nur der erste Streich bzw. Socke. Die zweite ist gerade noch in Arbeit.
Ein weiteres zweifarbiges Experiment war der selbst entworfene Norwegerpulli. Die Grundfarbe ist aus Zealana eco, ein Garn aus Merino und Possum, die Muster sind aus handgesponnenen Merinogarn. Leider hatte ich nur 10 Knäuel von der Zealana, so dass das Endbündchen etwas kurz geraten ist. Ich habe das Internet hoch- und runtergesucht, aber in Europa ist dieses Ökogarn nicht zu bekommen. Und für ein Knäuel bestelle ich nicht in Übersee. Von daher bleibt der Pulli jetzt so, wie er ist, und mir gefällt er.
Gesponnen habe ich aber auch mal wieder, denn mit dem neuen Spinnflügel macht es doppelt so viel Freude zu spinnen. Hier ist das Ergebnis eines Spinnnachmittags mit meiner Freundin Ruth, ein schönes Kontrastprogramm zur Klausur, die ich am Vormittag geschrieben hatte. Das Braune ist eine herbstliche Mischung aus einer Spinnfuttertauschkiste, die anderen beiden sind rot-gelb-braunes Space von Huppertz verzwirnt mit brauner Wolle - eine liebe Spende von Ruth (Danke nochmals an dieser Stelle dafür):
Derzeit auf der Spule ist Targhee, eine amerikanische Schafrasse. Auch diese Fasern habe ich aus einer Spinnfasertauschkiste. Ich war neugierig, wie sich das Material verarbeiten lässt, daher weicht hier mal die Farbe von meinem Beuteschema ab. Targhee ist herrlich weich und fluffig und lässt sich ganz toll verarbeiten. Mal sehen, was es mitteilt, zu werden.
Eine schöne Beschäftigung, die mir hilft, auf gesundheitliche Besserung zu warten. Zumindest die Ohrenschmerzen sind weg, aber ganz klar höre ich derzeit noch nicht. Wenigstens ist der hässliche Husten schon weitestgehend verschwunden und auch die Nase wird wieder langsam frei.
Ich wünsche allen Lesern ein schönes Osterfest.
Sonntag, 5. Februar 2012
Endlich wieder ...
... fließend Wasser in der Wohnung, gestern nachmittag bei strahlendem Sonnenschein lief endlich wieder Wasser aus dem Wasserhahn. Was aber auch bedeutet, dass die Leitung zum Glück nicht geplatzt ist. Allerdings - da es ja weiterhin knackig friert - muss jetzt Tag und Nacht ein Wasserhahn ein wenig offen sein, damit das Wasser nicht in der Leitung steht und wieder frieren kann. Da es nur ein paar Tage (hoffentlich) ist, lasse ich mal Nachhaltigkeit Nachhaltigkeit sein.
Freitag, 3. Februar 2012
Eisiges neues Jahr
Ich hatte mich so gefreut, dass der diesjährige Winter so schön mild ist, dat war dann wohl nix! Seit vorletzter Nacht ist meine Wasserleitung gefroren. Duschen etc. geht wenigstens noch bei meinen Eltern im Erdgeschoss, ist aber schon nicht lustig, das Spül- und Kaffeewasser schäppchenweise nach oben zu schleppen. Und es sieht wohl auch derzeit so aus, als wenn ich erst Ende nächster Woche wieder mit fließend Wasser in den eigenen vier Wänden rechnen könnte, *seufz*. Nur gut, dass bei den fast (für meinen Begriff) arktischen Temperaturen das Töffi gestern noch brav angesprungen ist.
Also ist jetzt erst mal wieder warmstricken angesagt, da sind ja noch bis Montag z. B. Geburtstagssocken fertig zu stellen. Auch wenn ich es lieber wie meine beiden Fellnasen machen und mich mit ihnen ins Bett verkriechen möchte, bis der nächste Arbeitseinsatz kommt.
Also ist jetzt erst mal wieder warmstricken angesagt, da sind ja noch bis Montag z. B. Geburtstagssocken fertig zu stellen. Auch wenn ich es lieber wie meine beiden Fellnasen machen und mich mit ihnen ins Bett verkriechen möchte, bis der nächste Arbeitseinsatz kommt.
Samstag, 31. Dezember 2011
Jahresschau 2011
Rapante hat die entspannten Weihnachtstage mehr als gut überstanden, hach, es hätte noch ein wenig länger Weihnachten sein können. Dieses Jahr habe ich mich - so gut es eben ging - nicht von Stress und Hektik auffressen lassen. Da ich recht früh schon alle Geschenke beisammen hatte, war es einfacher, die doch eigentlich schönste und besinnlichste Zeit im Jahr zu genießen.
Pünktlich zu Heiligabend wurde dann auch das Geschenk für meine Mutter fertig. Ein Hauch von nichts aus Mohair und Seide, handgefärbt von der Frechener Wolloase. Verziert mit passenden Rocailles und wirklich seeeeehr leicht, aber seeeeehr warm. Der Rundschal wird derzeit schon fleißig getragen, da er den Hals mehr als schön warm hält:
Neben zahlreichen Socken etc. pp. ist auch ein Projekt nochmals aufgezogen und neu gestrickt worden. Da meine Raglanjacke nicht so wirklich sitzen wollte, half es nichts. Sie musste bis zu den Ärmeln aufgezogen und neu gestrickt werden. Allerdings brauchte ich dafür dann auch zwei Anläufe, bis das gute Stück dann endlich richtig sass. Leider ist aus dem V-Ausschnitt ein Rundausschnitt geworden, lässt sich aber nunmal nicht ändern. Jetzt macht es Spass, das gute Stück zu tragen.
Besonderen Spass zu tragen macht auch ein wunderhübsch gehäkeltes Weihnachtsgeschenk einer lieben Freundin - an dieser Stelle nochmals vielen herzlichen Dank dafür an die Queen, die einfach nur genial häkeln kann. Ein wunderschöner Schulter- und Halswärmer hat sie für mich gezaubert, mit einer sehr schönen Kante aus gehäkelten Kleeblättern. Geschlossen wird der schöne Schulterwärmer mit einer gehäkelten Blüte:
Seit Weihnachten macht es auch richtig Spass, spinntechnisch in die Pedale zu treten, denn ich habe für mein Louet S10 einen Schnellspinnflügel nebst passenden Spulen gekauft. Jetzt ist es mir möglich, in den Geschwindigkeiten 1:15, 1:9,5 und 1:6,5 zu arbeiten, und es macht schon riesigen Spass. Stolz kann ich schon mal das Ergebnis eines Weihnachtsabends präsentieren:
Da der Schnellspinnflügel wesentlich schmaler ist als der normale Spinnflügel, geht wohl auch weniger Wolle auf die Spule, aber immer noch genügend, um entspannt große Mengen Wolle für Pullis etc. zu verarbeiten.
Arbeitstechnisch rückblickend lässt sich über 2011 Folgendes festhalten:
Es wurden gestrickt:
3 Mützen
2 Paar Handstulpen
10 Paar Socken
4 Tücher
2 Jacken
2 Pullover
1 Paar Handschuhe
2 Rundschals
Versponnen wurde:
368 m Merino-Leinen mit Isländer Polarfuchs gezwirnt
296 m Neuseelandlamm
1.100 m Merino/Seide mit Isländer Polarfuchs gezwirnt
158 m seidenmalgefärbte Wolle mit Isländer Polarfuchs gezwirnt
und außerdem 5 große Spulen seidenmalgefärbte Wolle mit Jacob verzwirnt
Die Anzahl der in 2011 gesammelten Banderolen von verstrickter Wolle kann sich auch sehen lassen: Ganze 41 Stück sind in diesem Jahr zusammengekommen, dazu kommen noch ca. 1.200 g handgesponnene Wolle, die ich zu Jacke und Pulli verstrickt habe:

Dafür, dass ich ja nun berufstätig bin und seit dem Herbst ein Studium noch nebenher absolviere, ist die Menge doch schon beachtlich, was ich so geschafft habe. Ich bin stolz auf mir.
Was lässt sich noch über 2011 sagen? Mit kleinen Unterbrechungen war das Jahr im großen und ganzen doch recht entspannt. Beruflich hätte maches besser laufen können, aber das ist ja immer so. Als Mitarbeiter einer Zeitarbeitsfirma kann man sich die Kunden nicht immer aussuchen, aber ich habe einen unbefristeten Arbeitsvertrag, was heutzutage einem 6er im Lotto gleich kommt. Die Personalreferenten sind superfreundlich und bemüht um einen, und ein Auftragsende ist nicht gleich eine Kündigung. Schön ist auch, dass ich nur 2,5 Wochen dieses Jahr auf staatliche Gelder angewiesen war, es ging recht schnell weiter im Text.
Nicht so schön war das Ende der letzten Festanstellung. Wenn man 2,5 Jahre lang seinen Job gut macht (und deswegen auch fest eingestellt wurde), dann ist es schon bitter, wenn es heisst, man sei nicht qualifiziert, weil man kein Studium vorweisen kann. Daran arbeite ich aber ja seit dem Herbst auch schon, denn ich studiere an der FU Wismar - bzw. im Fernstudium entspannt von zu Hause aus - Wirtschaftsrecht. Das Studium macht Spass und ist interessant. Gewöhnungsbedürftig sind die Vorlesungen für VWL und BWL in Englisch, aber auch das ist schaffbar für mich.
Ansonsten hatte ich zwei wunderschöne Urlaube in Schottland und Schwarzwald, wo ich im kommenden Jahr auf jeden Fall wieder hinfahren werde. Zumindest die Fähre nach Schottland für kommendes Jahr ist schon gebucht, ich freue mich schon so darauf! Kein Urlaub war bisher entspannender als der mit Ruth zusammen. Einfach mal genießen und stricken und Schafe und grün und Tee - hach! An dieser Stelle auch nochmals vielen lieben Dank für den tollen Urlaub.
Meine Überdosis Mittelaltermärkte aus den vorletzten Jahren habe ich dieses Jahr sehr gut abgebaut, so dass ich mich schon auf die kommende Saison so richtig freue. Es werden zwar noch ein paar neue Untergewänder und Obergewänder fällig, und ein wenig an der Ausstattung möchte ich auch noch feilen (schließlich habe ich jetzt einen genügend großen Wagen, der die Lasten auch besser wegsteckt als das alte Fiasko). Die Planung läuft schon an, und es juckt mir schon in den Fingern, mal wieder was Neues zu sticheln.
Auch in Hinblick auf neues modern Gesticheltes habe ich schon neue Ideen im Kopf, mal sehen, dass ich mir die Zeit im kommenden Jahr nehme, diese umzusetzen.
Was mir sehr oft dieses Jahr begegnete, sind überzogene Vorstellungen und Anforderungen von Mitmenschen, sei es in der Reklamation von Urlaubsreisen, sei es das Ravelry-Treffen oder auch andere Themen. Das hat mir noch mehr gezeigt, wie wichtig und schön doch die einfachen Sachen sein können, z. B. strickend am Strand zu sitzen oder einen leckeren Glühwein in Ruhe auf dem Weihnachtsmarkt trinken. Vor allem aber habe ich mir aus diesem Themenkreis heraus für 2012 vorgenommen, dass ich mir die Schuhe nicht anziehe und auch nicht die Nanny für die Allgemeinheit gebe. Denn das ist nur Energieverschwendung.
Auch habe ich in diesem Jahr schlechte Einflüsse von anderen abgeschüttelt. Ich habe erkannt, dass es nichts bringt, mit sich zu hadern und Energievampieren und Ideenklauern immer wieder eine Chance zu geben. Tabula Rasa macht einen selbst sehr frei und hält auch den Kopf frei von störenden Gedanken. Für 2012 habe ich mir vorgenommen, genauer auf meine Mitmenschen zu schauen und solches Verhalten im Keim zu ersticken (hoffen wir, dass es mir gelingen möge).
Zusammenfassend ist zu sagen, dass ich auf ein doch recht entspanntes Jahr zurückschaue, mit viel Arbeit, aber auch viel Spass an der Sache. Für 2012 wünsche ich mir auch viel Spass an den Sachen, die ich angehen will, genügend Zeit für meine Studien, für Freunde, für meine Stubentiger und mich.
Pünktlich zu Heiligabend wurde dann auch das Geschenk für meine Mutter fertig. Ein Hauch von nichts aus Mohair und Seide, handgefärbt von der Frechener Wolloase. Verziert mit passenden Rocailles und wirklich seeeeehr leicht, aber seeeeehr warm. Der Rundschal wird derzeit schon fleißig getragen, da er den Hals mehr als schön warm hält:
Neben zahlreichen Socken etc. pp. ist auch ein Projekt nochmals aufgezogen und neu gestrickt worden. Da meine Raglanjacke nicht so wirklich sitzen wollte, half es nichts. Sie musste bis zu den Ärmeln aufgezogen und neu gestrickt werden. Allerdings brauchte ich dafür dann auch zwei Anläufe, bis das gute Stück dann endlich richtig sass. Leider ist aus dem V-Ausschnitt ein Rundausschnitt geworden, lässt sich aber nunmal nicht ändern. Jetzt macht es Spass, das gute Stück zu tragen.
Besonderen Spass zu tragen macht auch ein wunderhübsch gehäkeltes Weihnachtsgeschenk einer lieben Freundin - an dieser Stelle nochmals vielen herzlichen Dank dafür an die Queen, die einfach nur genial häkeln kann. Ein wunderschöner Schulter- und Halswärmer hat sie für mich gezaubert, mit einer sehr schönen Kante aus gehäkelten Kleeblättern. Geschlossen wird der schöne Schulterwärmer mit einer gehäkelten Blüte:
Seit Weihnachten macht es auch richtig Spass, spinntechnisch in die Pedale zu treten, denn ich habe für mein Louet S10 einen Schnellspinnflügel nebst passenden Spulen gekauft. Jetzt ist es mir möglich, in den Geschwindigkeiten 1:15, 1:9,5 und 1:6,5 zu arbeiten, und es macht schon riesigen Spass. Stolz kann ich schon mal das Ergebnis eines Weihnachtsabends präsentieren:
Da der Schnellspinnflügel wesentlich schmaler ist als der normale Spinnflügel, geht wohl auch weniger Wolle auf die Spule, aber immer noch genügend, um entspannt große Mengen Wolle für Pullis etc. zu verarbeiten.
Arbeitstechnisch rückblickend lässt sich über 2011 Folgendes festhalten:
Es wurden gestrickt:
3 Mützen
2 Paar Handstulpen
10 Paar Socken
4 Tücher
2 Jacken
2 Pullover
1 Paar Handschuhe
2 Rundschals
Versponnen wurde:
368 m Merino-Leinen mit Isländer Polarfuchs gezwirnt
296 m Neuseelandlamm
1.100 m Merino/Seide mit Isländer Polarfuchs gezwirnt
158 m seidenmalgefärbte Wolle mit Isländer Polarfuchs gezwirnt
und außerdem 5 große Spulen seidenmalgefärbte Wolle mit Jacob verzwirnt
Die Anzahl der in 2011 gesammelten Banderolen von verstrickter Wolle kann sich auch sehen lassen: Ganze 41 Stück sind in diesem Jahr zusammengekommen, dazu kommen noch ca. 1.200 g handgesponnene Wolle, die ich zu Jacke und Pulli verstrickt habe:
Dafür, dass ich ja nun berufstätig bin und seit dem Herbst ein Studium noch nebenher absolviere, ist die Menge doch schon beachtlich, was ich so geschafft habe. Ich bin stolz auf mir.
Was lässt sich noch über 2011 sagen? Mit kleinen Unterbrechungen war das Jahr im großen und ganzen doch recht entspannt. Beruflich hätte maches besser laufen können, aber das ist ja immer so. Als Mitarbeiter einer Zeitarbeitsfirma kann man sich die Kunden nicht immer aussuchen, aber ich habe einen unbefristeten Arbeitsvertrag, was heutzutage einem 6er im Lotto gleich kommt. Die Personalreferenten sind superfreundlich und bemüht um einen, und ein Auftragsende ist nicht gleich eine Kündigung. Schön ist auch, dass ich nur 2,5 Wochen dieses Jahr auf staatliche Gelder angewiesen war, es ging recht schnell weiter im Text.
Nicht so schön war das Ende der letzten Festanstellung. Wenn man 2,5 Jahre lang seinen Job gut macht (und deswegen auch fest eingestellt wurde), dann ist es schon bitter, wenn es heisst, man sei nicht qualifiziert, weil man kein Studium vorweisen kann. Daran arbeite ich aber ja seit dem Herbst auch schon, denn ich studiere an der FU Wismar - bzw. im Fernstudium entspannt von zu Hause aus - Wirtschaftsrecht. Das Studium macht Spass und ist interessant. Gewöhnungsbedürftig sind die Vorlesungen für VWL und BWL in Englisch, aber auch das ist schaffbar für mich.
Ansonsten hatte ich zwei wunderschöne Urlaube in Schottland und Schwarzwald, wo ich im kommenden Jahr auf jeden Fall wieder hinfahren werde. Zumindest die Fähre nach Schottland für kommendes Jahr ist schon gebucht, ich freue mich schon so darauf! Kein Urlaub war bisher entspannender als der mit Ruth zusammen. Einfach mal genießen und stricken und Schafe und grün und Tee - hach! An dieser Stelle auch nochmals vielen lieben Dank für den tollen Urlaub.
Meine Überdosis Mittelaltermärkte aus den vorletzten Jahren habe ich dieses Jahr sehr gut abgebaut, so dass ich mich schon auf die kommende Saison so richtig freue. Es werden zwar noch ein paar neue Untergewänder und Obergewänder fällig, und ein wenig an der Ausstattung möchte ich auch noch feilen (schließlich habe ich jetzt einen genügend großen Wagen, der die Lasten auch besser wegsteckt als das alte Fiasko). Die Planung läuft schon an, und es juckt mir schon in den Fingern, mal wieder was Neues zu sticheln.
Auch in Hinblick auf neues modern Gesticheltes habe ich schon neue Ideen im Kopf, mal sehen, dass ich mir die Zeit im kommenden Jahr nehme, diese umzusetzen.
Was mir sehr oft dieses Jahr begegnete, sind überzogene Vorstellungen und Anforderungen von Mitmenschen, sei es in der Reklamation von Urlaubsreisen, sei es das Ravelry-Treffen oder auch andere Themen. Das hat mir noch mehr gezeigt, wie wichtig und schön doch die einfachen Sachen sein können, z. B. strickend am Strand zu sitzen oder einen leckeren Glühwein in Ruhe auf dem Weihnachtsmarkt trinken. Vor allem aber habe ich mir aus diesem Themenkreis heraus für 2012 vorgenommen, dass ich mir die Schuhe nicht anziehe und auch nicht die Nanny für die Allgemeinheit gebe. Denn das ist nur Energieverschwendung.
Auch habe ich in diesem Jahr schlechte Einflüsse von anderen abgeschüttelt. Ich habe erkannt, dass es nichts bringt, mit sich zu hadern und Energievampieren und Ideenklauern immer wieder eine Chance zu geben. Tabula Rasa macht einen selbst sehr frei und hält auch den Kopf frei von störenden Gedanken. Für 2012 habe ich mir vorgenommen, genauer auf meine Mitmenschen zu schauen und solches Verhalten im Keim zu ersticken (hoffen wir, dass es mir gelingen möge).
Zusammenfassend ist zu sagen, dass ich auf ein doch recht entspanntes Jahr zurückschaue, mit viel Arbeit, aber auch viel Spass an der Sache. Für 2012 wünsche ich mir auch viel Spass an den Sachen, die ich angehen will, genügend Zeit für meine Studien, für Freunde, für meine Stubentiger und mich.
In diesem Sinne wünsche ich allen einen entspannten Jahresausklang und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2012. Viel Glück, Gesundheit und vor allem Zufriedenheit.
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Sonntag, 4. Dezember 2011
Rapante auf Reisen Teil 2 - Schwarzwald
Ich hatte das verlängerte erste Oktoberwochenende (ja ich weiss, ein bisschen her schon) genutzt und einen kleinen Trip in den Schwarzwald gemacht. Manchmal braucht frau eben mal einen Tapetenwechsel, und im Schwarzwald gibt es viele schöne Bauernhöfe zum Übernachten.
Gebucht hatte ich den Hänslehof in Elzach/Kinzigtal. Eine wirklich sehr schöne Gegend. Angekommen am Hof, wurde ich erst mal von Freddy, dem Hofhund empfangen, der auch immer beim Frühstück dabei sitzen musste.
Wie man sich denken kann, war Freddy nicht das einzige Tier auf dem Hof, es gab noch Katzen, Ziegen, Kühe und Hühner. Alles eingebettet in einer schönen Landschaft mit schönen Bergen drum herum.
Das Wetter an diesem Wochenende war einfach nur herrlich schön, so dass es natürlich auch noch genutzt werden musste. Also ist Rapante losgezogen und hat schon nach kurzer Zeit eine Stelle gefunden, die doch der schottischen Landschaft sehr ähnlich war, und das nicht nur wegen der Schafe. Damit fühlte ich mich dann direkt heimisch.
Am Sonntag bin ich dann den Huberfelsen ein ganzes Stück hochgekraxelt und habe einfach den ruhigen Wald genossen.
Und in der Zwischenzeit wurde auch wieder fleissig genadelt, ein paar Socken aus herrlicher Bambussockenwolle, handgefärbt von der Frechener Wolloase und ein Sommerpullover (der nächste wird bestimmt kommen) aus Baumwolle sind mir von den Nadeln gehüpft.
Derzeit läuft die Weihnachtsproduktion schon an - zum Glück sind es in diesem Jahr nicht große Teile, sondern recht kleine, die schnell genadelt werden können. Sogar die Socken in Größe 44, genadelt mit 6-facher Sockenwolle gehen recht schnell.
Insofern wünsche ich allen eine entspannte und schöne Adventszeit und genügend Ruhe zum Durchatmen (wirklich wichtig und richtig in dieser Zeit). Einfach mal einen Gang zurückschalten und den Glühwein oder Tee genießen, sei es draußen auf dem Weihnachtsmarkt oder drinnen in der Stube.
Gebucht hatte ich den Hänslehof in Elzach/Kinzigtal. Eine wirklich sehr schöne Gegend. Angekommen am Hof, wurde ich erst mal von Freddy, dem Hofhund empfangen, der auch immer beim Frühstück dabei sitzen musste.
Wie man sich denken kann, war Freddy nicht das einzige Tier auf dem Hof, es gab noch Katzen, Ziegen, Kühe und Hühner. Alles eingebettet in einer schönen Landschaft mit schönen Bergen drum herum.
Das Wetter an diesem Wochenende war einfach nur herrlich schön, so dass es natürlich auch noch genutzt werden musste. Also ist Rapante losgezogen und hat schon nach kurzer Zeit eine Stelle gefunden, die doch der schottischen Landschaft sehr ähnlich war, und das nicht nur wegen der Schafe. Damit fühlte ich mich dann direkt heimisch.
Am Sonntag bin ich dann den Huberfelsen ein ganzes Stück hochgekraxelt und habe einfach den ruhigen Wald genossen.
Sonntags bin ich dann zum Freilichtmuseum Vogtsbauernhöfe gefahren. Ähnlich wie in Kommern hat man hier auch Häuser am Originalstandort Stück für Stück abgebaut und im Museum wieder aufgebaut. Eine sehr schönes Museum mit vielen urig eingerichteten Bauernstübchen. Und mit Spinnrädchens, die ich schon fast hätte mitnehmen können, nicht zu vergessen die Bandwebrahmen. So einen ganz großen Webstuhl wäre ja auch noch was, Platz hätte ich ja genug im Wohnzimmer, *g*.
Und in der Zwischenzeit wurde auch wieder fleissig genadelt, ein paar Socken aus herrlicher Bambussockenwolle, handgefärbt von der Frechener Wolloase und ein Sommerpullover (der nächste wird bestimmt kommen) aus Baumwolle sind mir von den Nadeln gehüpft.
Derzeit läuft die Weihnachtsproduktion schon an - zum Glück sind es in diesem Jahr nicht große Teile, sondern recht kleine, die schnell genadelt werden können. Sogar die Socken in Größe 44, genadelt mit 6-facher Sockenwolle gehen recht schnell.
Insofern wünsche ich allen eine entspannte und schöne Adventszeit und genügend Ruhe zum Durchatmen (wirklich wichtig und richtig in dieser Zeit). Einfach mal einen Gang zurückschalten und den Glühwein oder Tee genießen, sei es draußen auf dem Weihnachtsmarkt oder drinnen in der Stube.
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