Sonntag, 28. September 2008

Caeci's Wassersocke

Huld, jubel, ich habe mal ein Projekt zumindest zur Hälfte fertig, sprich: eine Wassersocke vollendet. Das war aber wahrscheinlich auch nur mal möglich, weil ich mit den Wupperspinnerinnen Zugsocking gemacht habe. Heisst so viel wie, man guckt sich ein Ziel aus, was man mit der Bahn erreicht, trifft sich unterwegs und im Zug wird gestrickt, gelacht, gelästert, dat janze Weiberprogramm halt. Am Ziel angekommen gibbet dann auch Gestricksel, Gelache, Geläster und so der eine oder andere Kaffee, Prosecco o. ä.

Auch wenn die Socke ein wenig seltsam aussieht, aber sie passt. Vielleicht habe ich ja auch mittlerweile Trollfüsse vom ganze Gelatsche über die Märkte, wer weiss das schon.




Mittwoch, 17. September 2008

Ja, ich lebe noch


.... ganz in Farbe und 3D und bin noch nicht vom Fleisch gefallen, trotz aller Kochdesaster. *gacker*

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich diese Saison so gar nichts recht geschafft habe - ausser mir noch mehr Arbeit. Ich habe nämlich meine bestickten Kissen gewaschen - die sich natürlich verfärbt haben. Kein Problem, dachte ich mir, es gibt ja Entfärber - jetzt kann ich alle roten Fäden neu sticken, die sind nämlich mit ausgefärbt. So viel zum Thema, wie mache ich mir selbst mehr unnötige Arbeit.

Dazu kommt dann noch, dass ich sehr beschäftigt war mit alten Lover rausschmeissen, neuen Lover bei Laune halten, Wohnung peu à peu entrümpeln und renovieren (woran ich immer noch arbeite), diverse Markttermine nicht so wirklich zu irgendetwas gekommen bin.

Die Saison nähert sich ja jetzt dem Ende und ich versuche - Achtung, ältester Witz unter Reenactors - meine Winterpause mit Arbeit zu füllen. Schaun mer mal.

Derzeit mache ich mal ein wenig anderes, ich versuche nämlich, diverse Strickufos zu vollenden und neue zu beginnen. Ich bin im Wupperspinnerforum auf eine Yahoogroup gestossen, die in einem Knitalong Wassersocken stricken und zwar jede Woche ein kleines Stück mehr. Wassersocken, ja warum Wassersocken? Sie werden in Blautönen gehalten und haben bisher ein nettes Wellenmuster. Ich habe direkt mal beide Socken gleichzeitig angefangen, eine auf Holz-, die andere auf Metallsocken. Ich kann nur sagen, dass mit Holznadeln schöner zu stricken ist. Die Wolle gleitet besser über die Nadeln, zudem schmerzen mir die Finger mittlerweile, wenn ich mit Metallnadeln arbeite. Ich denke, ich werde wohl über kurz oder lang komplett auf Holznadeln umsteigen.

Montag, 11. Februar 2008

Die nächste Saison naht *kreisch*

Und wie sie mit raschen Schritten naht, ist doch schon Mitte Februar schon wieder - und ich habe mal wieder nicht einmal die Hälfte von allem geschafft.

Mittlerweile habe ich das Projekt Wolle mal ruhen lassen, denn momentan muss ich mich der Einrichtung eines Zeltes widmen, das Ostern seine Einweihung erleben soll. Zunächst wären da einige Bettdecken, jo, nicht authentisch, aber eine gute Methode, Stoffreste zu verwursten:



Und dabei kam mir mal wieder - na? Richtisch! Eine kranke Idee hat sich mal wieder blicken lassen und drängt auf Verwirklichung, aber dazu später mal mehr.

Dann schwingt Caecilia mal wieder die Sticknadel und bestickt sich ein Kissen - sollen aber noch mehr werden.



Ich werde dann mal wieder in meinem Arbeitschaos verschwinden und bald mal wieder ein Lebenszeichen von mir geben.

Mittwoch, 9. Januar 2008

Von wegen altes Handwerk!!!

Sehr aktuell ist es sogar, was ich mache. Habe ich doch vom Vogt nun einen super Link zu Schafen und Wollverarbeitung in aller Welt bekommen. Auch heute wird in vielen Ländern noch so gearbeitet, wie ich es bisher gemacht habe - seit tausenden von Jahren quasi hat sich nichts daran geändert. Daran sehe ich wenigstens, dass ich nicht so ganz falsch mit meiner Recherche liege.

Hier der Link zu dieser sehr interessanten Studie über Entwicklungsländer: http://www.payer.de/entwicklung/entw0822.htm

Sonntag, 6. Januar 2008

Die hohe Kunst des Teppichknüpfens

Bis ich denn man die ersten Kettfäden für mein Kleid aufspannen kann auf meinem Gewichtswebstuhl ,wird noch einige Zeit ins Land gehen *hüstel*. Von daher wird selbiger derzeit für allerlei Experimente genutzt.

Inspiriert von meiner Schwester Aleydis und dank einer sehr guten Downloadseite für alte, hauptsächlich englische Handarbeitsbücher (http://www.cs.arizona.edu/patterns/weaving/books.html) habe ich mich mal mit dem Teppichknüpfen beschäftigt und festgestellt, dass man dies auch auf einem Gewichtswebstuhl machen kann.

Kurzerhand habe ich dann das bereits sich auf dem Tuchbaum befindliche Probestück verwendet, um einmal eine Körperbindung auszutesten und anschliessend Teppichfransen zu knüpfen. Es sieht zwar gut aus, aber wie ein überregional bekannter Journalist aus Grevenbroich so schön zu sagen pflegt: Ich habe Rücken - und das man nicht zu knapp. Es macht wohl wirklich Sinn, den Teppich von unten nach oben zu knüpfen und nicht umgekehrt.

Samstag, 5. Januar 2008

Satz mit X ....

.... war wohl nix. Ich musste feststellen, dass gaaanz dünne Fäden sich gar nicht zum Weben eignen. Und dabei wollte ich doch eine schöne filigrane Borte herstellen. Nunja, shit happens.

Samstag, 24. November 2007

Zwischenbilanz

Nach langen, arbeitsreichen Monaten kann ich stolz verkünden, dass ich nun von den 50 Kilo Rohwolle genau 500 Gramm versponnen und gefärbt habe. Es werden wohl noch einige Winter ins Land gehen, ehe ich fertig werde - wenn ich nicht gerade im jetzt kommenden Winter wochenlang eingeschneit bin und nicht vor die Tür gehen kann. Aber das wollen wir mal nicht hoffen.

Das Färbeprojekt habe ich in Kooperation mit den Löwen der Schlacht durchgeführt, zu deren Abschlusslager wir eingeladen waren - im übrigen noch einmal Danke für die Einladung. Im Vorfeld habe ich die Wolle mit einer Warmbeize vorbehandelt, damit die Fasern die Farbe aufnehmen können. Für 500 g Wolle habe ich 100 g Alaunsalz in Wasser aufgelöst und einen Schuss Essigessenz hinzugefügt. Als das Wasser leicht köchelte, kam die vorher angefeuchtete Wolle mit hinein, wurde ca. 1 Stunde gekocht und dann vom Herd genommen und abgekühlt.




Gefärbt haben wir mit Krappwurzel, wie man sehen kann, ist es ein wunderbarer Rotton geworden. Zwar gibt es einige Unregelmässigkeiten in der Wolle, liegt hauptsächlich daran, dass sich der Faden beim Färben wieder recht stark verdreht hat. Von daher habe ich die Wolle nach dem Färben noch einmal auf die Haspel gespannt und dann erst zu Knäueln gewickelt. Allerdings sollte man nach dem Wickeln nicht mit weisser Wolle stricken, denn nun hat mein Poncho einen wunderbaren leichten orangefarbenen Streifen, *narf*.