... könnte frau derzeit von frei nach Simmel sagen. Ja, ich lebe noch, die letzten bzw. ersten Monate des neuen Jahres war nur gespickt von vielen Ereignissen, die selten erfreulich waren. Das betraf zum einen die Gesundheit - und nicht nur meine, sondern auch die bepelzte Regierung und ihr neuer Gefährte waren davon betroffen. Und gerade die betagte Dame tat sich mit der Erkältung, die bei uns dreien die Runde machte, besonders schwer. Als Langzeitfolge müssen wir leider noch heute jeden Morgen das Ritual des Wirbringeneinetabletteineinekatze begehen. Nicht immer schön.
Nachdem die Gesundheit wieder hergestellt war, gab es diverse andere Problem, u. a. mit dem Internet (was nicht immer ging) und dem Auto (was dann ersetzt werden musste, es ist interessant im morgentlichen Berufsverkehr am Autobahnkreis Köln-Süd liegen zu bleiben, aber nicht wirklich zu empfehlen.
Der lange und anhaltende Winter hat auch seine Spuren hinterlassen, erst heute bin ich wieder auf leichtere Jacken umgestiegen und habe Frühling erklärt. Dieser ist bemerkbar seit einiger Zeit, das sagen mir seit Tagen Dröhnschädel und Schniefnase. Eigentlich sollte ich auch zu meinem Geburtstag meine Gartenparzelle übernehmen. Aber da es zu kalt bisher war, kann das Team von gartenglück erst jetzt auf den Äckern die Pflänzchen setzen, so dass sich die Übergabe zwei Wochen nach hinten verschiebt. Vielleicht habe ich deswegen auch noch nichts vorgezogen? Nun denn, dafür wird es langsam Zeit.
Wenigstens im Studium läuft es gut, ich habe schon einige Klausuren bestanden und die erforderlichen Punkte für die Bachelor-Thesis zusammengetragen. Die letzte Klausur war dabei schon ziemlich knifflig. Business Economics bei einem deutschen Professor, der jahrelang in Kapstadt gelehrt hat, ist ziemlich anstrengend. Anyway, sie ist geschafft. In den nächsten Klausuren darf ich wieder juristische Gutachten schreiben - ich liebe juristische Gutachten, kein Scherz!!!
Die Vergesellschaften der bepelzten Regierung mit ihrem Prinz verläuft recht gut, zwar lässt frau den Herrn immer noch nicht so ganz in ihre Nähe und frau zickt auch noch gerne rum, aber es gibt kein Gehaue und Gebeisse. Und das Fauchen beschränkt sich auf die Seite der bepelzten Regierung. Ich bin da guter Dinge, dass sich die beiden bald gut anfreunden werden. Mir kam bereits zu Ohren, dass beide in meiner Abwesenheit auf dem Bett gelegen haben. Zwar jeder in einer anderen Ecke, aber das ist schon mal ein guter Anfang.
Gestrickt und gesponnen wird hier nach wie vor, ich habe auch wieder mehrere tolle Strickrunden gefunden, wo ich mich wohl fühle und gerne hinfahre. Ich habe auch endlich den zu kurz geratenen Urlaubspulli aufgemacht und verlängert, und jetzt gefällt er mir richtig gut. Irgendwie habe ich zwar nicht das richtige Kontrastgarn verzwirnt, aber der Pulli ist trotzdem sehr reizvoll geworden, und ist eins meiner Lieblingsstücke.
Dann wurden auch die SOS-Rettungssocken, angeschlagen im Urlaub, mal endlich fertig und wurden überfärbt. SOS-Rettungssocken hießen sie deshalb, weil sie derart grell in Gelb und Orange eingefärbt waren, dass ich im Fall der Fälle nur hätte die Schuhe ausziehen brauchen, und man hätte mich selbst vom Mond aus noch ausfindig machen können. Also wurden sie flux mit roter und blauer Lebensmittelfarbe überfärbt und machen sich jetzt sehr reizvoll.
Weihnachtszeit ist bei mir seit Jahren immer KAL-Zeit, und da ich in der vergangenen Weihnachtszeit sehr früh mit Weihnachtsgeschenken und Wichtelpäckchen fertig war, habe ich gleich bei dreien mitgemacht. Natürlich zum einen beim obligatorischen Weihnachts-KAL vom Wollklabauter. Dieses Mal wurde es wunderschöne filigrane Stola, gestrickt aus Centolavaggi von Filatura Di Crosa. Dieses wunderschöne Teil hüpfte mir nun vor einigen Tagen von den Nadeln.
Und weil es mir an Großprojekten noch nicht genug war, wurde auch noch das Adventskalendertuch von Utlinde gestrickt. Dafür habe ich ein handgefärbtes Merino Lacegarn von der Frechener Wolloase verarbeitet, und weil ich nicht wusste, ob das Garn auch noch für die Abschlusskante reicht, habe ich dafür ein Garn von Malabrigo genommen. Zwar hatte ich erst Bedenken, ob sich die Farben nicht beißen, aber das Tuch ist so grün- und blaulastig, dass das Magenta doch recht schön dazu harmoniert.
Für eine kleine Verschnaufpause zwischendurch sorgten die Adventssocken von yarnbird, gestrickt mit Sockengarn von Lana Grossa.
In Arbeit sind aber auch schon wieder weitere Projekte, da ich ja gerne mehrere Ufos gleichzeitig arbeite. Zum einen stricke ich an einem schönen Kurzarmpulli - den Irish Coffee - mit Zopfmuster aus handgesponnenen Garn, eine Mischung aus Blue face Leicester und Gotland. Die Wolle ist traumhaft weich und wurde von mir als Premiere navajo verzwirnt. Wie unschwer erkennbar ist, musste ein gewisser Mitbewohner mit aufs Foto:
Ein KAL darf dabei auch wieder nicht fehlen. Nachdem ich im Facebook den Tritschko von Maschenkunst gesehen hatte, musste ich mich einfach dafür anmelden. Ich stricke das schöne Stück mit Seta Tweed von Lang Yarns.
Ansonsten sind auch noch andere Projekte gerade in der Planung und Reifephase, u. a. ein Strickprojekt für den anstehenden Schottland-Urlaub, Pimpen eines Webrahmens. Aber davon mehr demnächst.
Sonntag, 14. April 2013
Sonntag, 6. Januar 2013
Gestatten, ....
... mein Name ist Prinz, und ich bin heute hier bei der bepelzten Regierung und ihrem Personal eingezogen. Das erste Treffen ist ein wenig unglücklich gelaufen, denn die Kitty war leider alles andere als erfreut über die neue Gesellschaft. Das Personal ist jetzt noch ein wenig unglücklich darüber, aber das wird sich bestimmt bald legen.
Und im übrigen, wünschen wir alle drei ein frohes neues Jahr.
Das Personal wird in Kürze wieder über ihre komischen Strickereien berichten. Ich habe da eben so ein komisches und sehr kompliziert aussehendes Bild studiert, aber ich werde daraus nicht schlau. Das Personal weiss da mehr drüber. In diesem Sinne: Wir werden uns lesen.
Samstag, 15. September 2012
Urlaubsgestrick Schottland 2012
Hier kommen jetzt mal die ersten Projekte, die ich so im Urlaub, der mir schon Ewigkeiten weit weg vorkommt, gestrickt habe. Eigentlich war es eher ein Urlaub der UfOs.
Als erstes UfO brachte ich ein Paar Herrensocken in 42 mit zurück, ein Foto davon habe ich leider nicht gemacht und die Socken schon an den Träger weitergegeben.
Dann folgte die Vervollständigung eines UfOs, nämlich die zweite Socken "Orientalischer Farbrausch" aus dem Buch Socken aus aller Welt von Stephanie van der Linden:
Zwischenzeitlich wanderte dann das erste Tuch in die UfO-Kiste. Eine Traveling Woman mit einem schönen Leinen-Baumwollgarn. Leider hatte ich mich mit dem Garn völlig verkalkuliert und musste nach dem Urlaub Garn nachordern.
Wie man sieht, hat es ja funktioniert, auch wenn es erst einmal ein Krimi war, das Garn zu bestellen. Schön, wenn man die Karte der Verkäuferin verschlampt und dann hektisch alle Freundinnen nervt, die auch dort gekauft haben. Wenigstens bekam ich irgendwann die Telefonnummer, auch wenn es dann mehrere Tage noch Nerven gekostet hat, die gute Frau an die Strippe zu bekommen. Der Versand ging aber dann ratzfatz, so dass das Tuch ein gutes Ende finden konnte.
Als nächstes kam dann wieder ein Kleinprojekt an die Reihe. Socken aus einer Wolle, die extra so gefärbt ist, dass es zwei unterschiedliche Socken ergibt. Und da es 6fach-Sockenwolle ist, habe ich jetzt schöne warme Socken für den nächsten Winter.
Im vergangenen Jahr habe ich bei Shilasdair ein wunderschönes mit Krapp gefärbtes Garn gekauft, aus dem dann auch das Tuch Skye von Monika Eckert werden sollte. Wie gut, dass ich erst dieses Jahr in Schottland mit diesem Tuch begonnen habe, denn am Ende mussten wir noch extra nach Skye fahren, um doch noch einen Strang von Evas schöner Wolle zu kaufen, und auch das Tuch wurde erst in Deutschland fertig.
Weiterhin schuldig bleiben muss ich derzeit noch ein paar Handstulpen, die noch nicht abgelichtet wurden, ein Pulli, der noch darauf wartet, dass ich Garn nachspinne (auch hier mit der Garnmenge verkalkuliert) sowie ein paar SOS-Rettungssocken, die noch verpaart werden müssen (und mich bei der Farbe echt Überwindung kostet, örgs).
Als erstes UfO brachte ich ein Paar Herrensocken in 42 mit zurück, ein Foto davon habe ich leider nicht gemacht und die Socken schon an den Träger weitergegeben.
Dann folgte die Vervollständigung eines UfOs, nämlich die zweite Socken "Orientalischer Farbrausch" aus dem Buch Socken aus aller Welt von Stephanie van der Linden:
Zwischenzeitlich wanderte dann das erste Tuch in die UfO-Kiste. Eine Traveling Woman mit einem schönen Leinen-Baumwollgarn. Leider hatte ich mich mit dem Garn völlig verkalkuliert und musste nach dem Urlaub Garn nachordern.
Wie man sieht, hat es ja funktioniert, auch wenn es erst einmal ein Krimi war, das Garn zu bestellen. Schön, wenn man die Karte der Verkäuferin verschlampt und dann hektisch alle Freundinnen nervt, die auch dort gekauft haben. Wenigstens bekam ich irgendwann die Telefonnummer, auch wenn es dann mehrere Tage noch Nerven gekostet hat, die gute Frau an die Strippe zu bekommen. Der Versand ging aber dann ratzfatz, so dass das Tuch ein gutes Ende finden konnte.
Als nächstes kam dann wieder ein Kleinprojekt an die Reihe. Socken aus einer Wolle, die extra so gefärbt ist, dass es zwei unterschiedliche Socken ergibt. Und da es 6fach-Sockenwolle ist, habe ich jetzt schöne warme Socken für den nächsten Winter.
Im vergangenen Jahr habe ich bei Shilasdair ein wunderschönes mit Krapp gefärbtes Garn gekauft, aus dem dann auch das Tuch Skye von Monika Eckert werden sollte. Wie gut, dass ich erst dieses Jahr in Schottland mit diesem Tuch begonnen habe, denn am Ende mussten wir noch extra nach Skye fahren, um doch noch einen Strang von Evas schöner Wolle zu kaufen, und auch das Tuch wurde erst in Deutschland fertig.
Weiterhin schuldig bleiben muss ich derzeit noch ein paar Handstulpen, die noch nicht abgelichtet wurden, ein Pulli, der noch darauf wartet, dass ich Garn nachspinne (auch hier mit der Garnmenge verkalkuliert) sowie ein paar SOS-Rettungssocken, die noch verpaart werden müssen (und mich bei der Farbe echt Überwindung kostet, örgs).
Mittwoch, 22. August 2012
Regenbogenbrücke
Manche Kämpfe sind nicht zu gewinnen. Nachdem Katerchen im Frühjahr durch eine sehr heftige Pollenallergie sehr stark abgenommen hatte, nahm er trotz plötzlich wieder einsetzenden großen Hungers nicht zu. Die Blutanalyse ergab Diabetes, ausgelöst durch die handelsübliche Industrienahrung für Katzen.
Das war für uns alle ein Shock, aber ich habe tapfer die Angst vor dem Spritzen überwunden und Sammy seine täglichen Dosen Insulin gespritzt.
Gestern war der Gute wieder putzmunter, und ich hatte die Hoffnung, dass wir über den Berg seien. Er fing sogar wieder an, die kleine Katze zu ärgern - eigentlich immer ein gutes Zeichen - für ihn zumindest.
Heute morgen lag er sehr müde in der Küche, ich nahm an, dass er einfach nur erschöpft sei und eben mal einen schlechten Diabetiker-Tag habe. Aber die Teilnahmslosigkeit nahm über Tag immer mehr zu, und als ich abends von der Arbeit kam, reagierte Sammy gar nicht mehr.
Mein armes Katerchen erlitt einen Schlaganfall als Folgeerscheinung aus der Diabetes und ist nun über die Regenbogenbrücke gegangen. Er wurde nur 11 Jahre alt. Ich werde das kleine rot-weisse Fellbündelchen, das seinerzeit mit dem Kätzchen hier einzog, nie vergessen. Ruhe in Frieden, mein Sammy.
Sonntag, 5. August 2012
Rapante on tour: Schottland 2012
Schön, erholsam und viel zu kurz war der Urlaub in Schottland. Und da nach Schottland vor Schottland ist, ist die Urlaubstour füs nächstes Jahr schon so gut wie geplant.
Dieses Mal ging es von Newcastle erst einmal (Bücher shoppen ^^) nach Glen Cannic auf den schönsten und tollsten Campingplatz (Ruths und meiner Meinung nach). Dort haben wir erst einmal ein paar schöne Tage verbracht.
Danach ging es an der Küste hoch bis nach John o' Groats, wo wir auf einem Campingplatz mit Blick auf die Orkney-Inseln übernachteten. Am nächsten Morgen schwammen vor der Küste Orcas und Delphine - leider ist der Zoom meiner Kamera nicht besonders gut, so dass es auf meinen Fotos eher nach Haien aussieht. Aber es sind wirklich Orcas und Delphine.
Und weiter ging es teilweise an der Küste entlang, laaaangsam bis Ullapool. Wir entdeckten schöne Strände, und es gab sogar einige Mutige, die ins Meer schwimmen gingen. Insgesamt hatten wir vom Wetter her alles, schottischer Sommer eber: Four seasons a day. Lediglich am Applecross-Pass wurde es sehr interessant, denn diesen passierten wir bei strömenden Regen, Sturm und dichtem Nebel. Ich kann aber das Cafe auf dem Campingplatz bei Applecross empfehlen. Es ist nämlich kein normales Cafe, sondern ein Gewächshaus, das in ein Cafe umgebaut wurde. Schön begrünt und mit gemütlichen Sitzgelegenheiten. Leider hat es nicht viel gebracht, dass "Here comes the sun" von den Beatles gespielt wurde, leider hielt sich der Sturm und Regen doch recht hartnäckig.
Wir besuchten auch Handa Island, ein Vogelschutzgebiet, wo wir sogar Puffins beobachten konnten. Die Geräuschkulisse insbesondere an den Küstenfelsen kann sich wohl jeder vorstellen, denn an diesen Felsen nisteten viiiiiiiiiiiele Möven und Puffins.
Leider war auch hier der Zoom meiner Kamera zu schwach, um die Vögel aufzunehmen.
Zum Schluss (und weil meine Wolle zur Neige ging) fuhren wir noch hoch zur Insel Skye und haben bei Shilasdair dann noch mal schön eingekauft. Wer nach Skye fährt, sollte wirklich bei Eva im Laden vorbeischauen, der ist wirklich sehenswert - und voller toller Wolle.
Und da wir ja schon mal in Ullapool waren, durfte mein heißgeliebter Little Loch Broom auch nicht fehlen. Schön so die Aussicht auf den Loch mit Ullapool im Hintergrund und in der Ferne der Blick auf den Atlantik.
Den Urlaubsstrick muss ich noch nachreichen, da ich noch nix fotografiert habe. Aber ich war fleißig, wenn es auch eher der Urlaub der Ufos war. Ein Paar unfertige Socken, da mir die Wolle ausging, zwei unfertige Tücher, da mir die Wolle ausging, ein Paar türkische Socken, ein Paar Handstulpen (ist ja nicht so, dass ich keine hätte, aber alle vergessen einzupacken), ein Pulli, der noch verlängert werden muss, da die handgesponnene Wolle nicht ausreichend war, ein Paar Stinos und ein Stino, der noch verpaart werden muss.
Dieses Mal ging es von Newcastle erst einmal (Bücher shoppen ^^) nach Glen Cannic auf den schönsten und tollsten Campingplatz (Ruths und meiner Meinung nach). Dort haben wir erst einmal ein paar schöne Tage verbracht.
Danach ging es an der Küste hoch bis nach John o' Groats, wo wir auf einem Campingplatz mit Blick auf die Orkney-Inseln übernachteten. Am nächsten Morgen schwammen vor der Küste Orcas und Delphine - leider ist der Zoom meiner Kamera nicht besonders gut, so dass es auf meinen Fotos eher nach Haien aussieht. Aber es sind wirklich Orcas und Delphine.
Und weiter ging es teilweise an der Küste entlang, laaaangsam bis Ullapool. Wir entdeckten schöne Strände, und es gab sogar einige Mutige, die ins Meer schwimmen gingen. Insgesamt hatten wir vom Wetter her alles, schottischer Sommer eber: Four seasons a day. Lediglich am Applecross-Pass wurde es sehr interessant, denn diesen passierten wir bei strömenden Regen, Sturm und dichtem Nebel. Ich kann aber das Cafe auf dem Campingplatz bei Applecross empfehlen. Es ist nämlich kein normales Cafe, sondern ein Gewächshaus, das in ein Cafe umgebaut wurde. Schön begrünt und mit gemütlichen Sitzgelegenheiten. Leider hat es nicht viel gebracht, dass "Here comes the sun" von den Beatles gespielt wurde, leider hielt sich der Sturm und Regen doch recht hartnäckig.
Wir besuchten auch Handa Island, ein Vogelschutzgebiet, wo wir sogar Puffins beobachten konnten. Die Geräuschkulisse insbesondere an den Küstenfelsen kann sich wohl jeder vorstellen, denn an diesen Felsen nisteten viiiiiiiiiiiele Möven und Puffins.
Leider war auch hier der Zoom meiner Kamera zu schwach, um die Vögel aufzunehmen.
Zum Schluss (und weil meine Wolle zur Neige ging) fuhren wir noch hoch zur Insel Skye und haben bei Shilasdair dann noch mal schön eingekauft. Wer nach Skye fährt, sollte wirklich bei Eva im Laden vorbeischauen, der ist wirklich sehenswert - und voller toller Wolle.
Und da wir ja schon mal in Ullapool waren, durfte mein heißgeliebter Little Loch Broom auch nicht fehlen. Schön so die Aussicht auf den Loch mit Ullapool im Hintergrund und in der Ferne der Blick auf den Atlantik.
Den Urlaubsstrick muss ich noch nachreichen, da ich noch nix fotografiert habe. Aber ich war fleißig, wenn es auch eher der Urlaub der Ufos war. Ein Paar unfertige Socken, da mir die Wolle ausging, zwei unfertige Tücher, da mir die Wolle ausging, ein Paar türkische Socken, ein Paar Handstulpen (ist ja nicht so, dass ich keine hätte, aber alle vergessen einzupacken), ein Pulli, der noch verlängert werden muss, da die handgesponnene Wolle nicht ausreichend war, ein Paar Stinos und ein Stino, der noch verpaart werden muss.
Montag, 30. Juli 2012
Die Entscheidung ist gefallen ...
Der Würfel bzw. die Entscheidung ist gefallen, dass dieser Blog weitergeführt wird. Es wird dann weiterhin ein heiteres buntes Allerlei geben.
Sobald meine Strickprojekte, die noch in Schottland weilen (ich beneide sie glühend!), zurück habe, wird es auch einen Reisebericht geben. Bis dahin bin ich noch Chaos-Beseitigung und Ernteerfolge vom Acker beschäftigt.
Man liest sich.
Sobald meine Strickprojekte, die noch in Schottland weilen (ich beneide sie glühend!), zurück habe, wird es auch einen Reisebericht geben. Bis dahin bin ich noch Chaos-Beseitigung und Ernteerfolge vom Acker beschäftigt.
Man liest sich.
Dienstag, 26. Juni 2012
Es war einmal ...
.... eine junge mittelalterbegeisterte Frau, die sich so in das Thema Handarbeit vertiefte, dass sie beschloss, ein Kleid einmal ganz von Anfang an zu produzieren. Also legte sie los und fragte erst mal herum, wo sie denn Schafwolle bekommen könne. Und bekam auch sofort Hilfe. Sie kaufte für einen seeeehr hohen Preis völlig verdreckte Wolle, in der viele Gegenstände zu finden waren, die eigentlich nicht in Schafwolle gehören, aber egal, sie wusch und wusch und wusch fleissig.
Und machte sich zu Hause nicht gerade Freunde damit. Es stank nämlich wie die Hölle, und das über Wochen. Katerchen setzte dann noch seine Duftmarke hinzu, frei nach dem Motto "Stinkt ja eh schon nach Kloake".
Der Haken an der Sache war dann nur: Die junge war ja nicht 24 Stunden am Tag zu Hause, sondern hatte noch einen Job, fuhr auf Märkte, fing wieder an zu stricken, knüpfte Kontakte und pflegte diese und hatte ja auch noch die Katzen. Von daher geriet die Wolle in Vergessenheit bzw. war eine Last im Hinterkopf.
Eines Tages lernte die junge Frau dann eine andere Frau kennen, deren Nachbar Schafe hielt. Aus einer eigentlich im Scherz gemeinten Nachfrage nach der Wolle wurde dann eine plötzliche Vereinbarung der "Freundin" mit dem Nachbar, die Wolle gegen gestrickte Socken zu tauschen. Die Begeisterung der jungen Frau war zwar zu Anfang ganz groß, entwickelte sich dann aber auch zu einer Last im Hinterkopf, zusätzlich zu ständig kippelnden Job, Katzen, Haushalt, Garten und den anderen Hobbies.
Nun, das Ende ist jetzt nach nahezu fünf Jahren schnell erzählt. Die Wolle ist den Weg allen Seins gegangen, nachdem ich beim Kardieren schon fast eine Staublunge bekommen habe. Sowas muss ich mir dann nicht mehr antun. Begeisterung für Mittelalter ist das Eine, Fanatismus das andere. Und den habe ich vor langer Zeit bereits abgelegt. Das Hobby soll Spass machen, und nicht in Stress ausarten. Auch Vereinbarungen von "Freunden" über meinen Kopf hinweg nehme ich nicht mehr hin.
Es war befreiend, die Wolle auszusortieren und mit Schmackes in den Container auf der Müllkippe zu werfen, das habe ich mir gerne die Gebühren kosten lassen. Die Blicke links und rechts von mir waren unbezahlbar, als ich mit den Worten "Rest in pieces" die Säcke in den Container warf. Die Last ist weg, hier ist wieder Platz und Luft zum Atmen und Planen für neue Projekte, die realisierbarer sind. Lieber kaufe ich gewaschene und gekämmte Wolle bei der Wollfabrik in meiner Nähe, als mich noch mal selbst an den Waschzuber zu stellen. Respekt an denjenigen, der es wirklich durchzieht, aber für mich und mein begrenztes Zeitfenster - mittlerweile ja auch mit Studium noch gefüllt - ist das nix.
Welches Fazit ziehe ich daraus? Menschen früherer Jahrhunderte hatten wesentlich mehr Zeit für die Produktion ihrer Kleidung von der Pike auf, da sie nicht kilometerweit zu ihren Arbeitsstätten pilgern mussten und nicht mit Freizeitstress beschäftigt waren. Heutzutage schafft das wohl nur noch jemand, der wirklich nichts anderes zu tun hat bzw. nichts anderes tut. Für berufstätige Studenten ist das nix.
Anyway, ich bin ne Menge Ballast losgeworden und kann mich wieder erleichtert anderen Dingen widmen. Ob der Blog jetzt auch umzieht, weiss ich noch nicht. Erst mal geht es wieder nach Schottland in den Urlaub, danach treffe ich eine Entscheidung.
Den Hämischen unter uns sei dann noch gesagt, dass sie es erst einmal selbst versuchen sollten, bevor sie über mich lachen.
In diesem Sinne. Tante Rapante.
Und machte sich zu Hause nicht gerade Freunde damit. Es stank nämlich wie die Hölle, und das über Wochen. Katerchen setzte dann noch seine Duftmarke hinzu, frei nach dem Motto "Stinkt ja eh schon nach Kloake".
Der Haken an der Sache war dann nur: Die junge war ja nicht 24 Stunden am Tag zu Hause, sondern hatte noch einen Job, fuhr auf Märkte, fing wieder an zu stricken, knüpfte Kontakte und pflegte diese und hatte ja auch noch die Katzen. Von daher geriet die Wolle in Vergessenheit bzw. war eine Last im Hinterkopf.
Eines Tages lernte die junge Frau dann eine andere Frau kennen, deren Nachbar Schafe hielt. Aus einer eigentlich im Scherz gemeinten Nachfrage nach der Wolle wurde dann eine plötzliche Vereinbarung der "Freundin" mit dem Nachbar, die Wolle gegen gestrickte Socken zu tauschen. Die Begeisterung der jungen Frau war zwar zu Anfang ganz groß, entwickelte sich dann aber auch zu einer Last im Hinterkopf, zusätzlich zu ständig kippelnden Job, Katzen, Haushalt, Garten und den anderen Hobbies.
Nun, das Ende ist jetzt nach nahezu fünf Jahren schnell erzählt. Die Wolle ist den Weg allen Seins gegangen, nachdem ich beim Kardieren schon fast eine Staublunge bekommen habe. Sowas muss ich mir dann nicht mehr antun. Begeisterung für Mittelalter ist das Eine, Fanatismus das andere. Und den habe ich vor langer Zeit bereits abgelegt. Das Hobby soll Spass machen, und nicht in Stress ausarten. Auch Vereinbarungen von "Freunden" über meinen Kopf hinweg nehme ich nicht mehr hin.
Es war befreiend, die Wolle auszusortieren und mit Schmackes in den Container auf der Müllkippe zu werfen, das habe ich mir gerne die Gebühren kosten lassen. Die Blicke links und rechts von mir waren unbezahlbar, als ich mit den Worten "Rest in pieces" die Säcke in den Container warf. Die Last ist weg, hier ist wieder Platz und Luft zum Atmen und Planen für neue Projekte, die realisierbarer sind. Lieber kaufe ich gewaschene und gekämmte Wolle bei der Wollfabrik in meiner Nähe, als mich noch mal selbst an den Waschzuber zu stellen. Respekt an denjenigen, der es wirklich durchzieht, aber für mich und mein begrenztes Zeitfenster - mittlerweile ja auch mit Studium noch gefüllt - ist das nix.
Welches Fazit ziehe ich daraus? Menschen früherer Jahrhunderte hatten wesentlich mehr Zeit für die Produktion ihrer Kleidung von der Pike auf, da sie nicht kilometerweit zu ihren Arbeitsstätten pilgern mussten und nicht mit Freizeitstress beschäftigt waren. Heutzutage schafft das wohl nur noch jemand, der wirklich nichts anderes zu tun hat bzw. nichts anderes tut. Für berufstätige Studenten ist das nix.
Anyway, ich bin ne Menge Ballast losgeworden und kann mich wieder erleichtert anderen Dingen widmen. Ob der Blog jetzt auch umzieht, weiss ich noch nicht. Erst mal geht es wieder nach Schottland in den Urlaub, danach treffe ich eine Entscheidung.
Den Hämischen unter uns sei dann noch gesagt, dass sie es erst einmal selbst versuchen sollten, bevor sie über mich lachen.
In diesem Sinne. Tante Rapante.
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