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Sonntag, 30. März 2014

Orientalische Tanzträume

Hallelujah, war das jetzt ein Nervenkrieg die letzten Wochen und Tage.

In der kommenden Woche werde ich mit meiner Bauchtanzgruppe auf einem Tanzfest auftreten und brauchte ein klassisches Tanzkostüm. Und wie frau ja dann ist, packt sie der Ehrgeiz, das komplett selbst zu produzieren.

Im Fundus lässt sich dann immer etwas finden, was passt. Jägerin und Sammlerin findet ja über das Jahr immer etwas, was sich mal verwursten lässt. So wurde schnell ein schwarzer Stoff gefunden, der mit Pailletten bereits bestickt war und nur noch um BH-Oberteil und Gürtel genäht werden musste. Ein verstärkter schwarzer Stoff fand sich auch noch für den Gürtel, so dass ich dann direkt loslegen konnte.



Als Nächstes habe ich dann erst mal das Oberteil gepimpt. Dazu habe ich ne Menge Paillettenband verwendet und einen schönen großen Glitzerstein gefunden. Zusätzlich habe ich noch mit schwarzem Strechstoff den oberen BH-Rand unterlegt und einen Neckholder zum besseren Halt angenäht.

Kniffliger wurde es dann beim Gürtel, braucht der doch eine Menge Fransen, meist aus Perlen. Leider musste ich feststellen, dass Goldton nicht gleich Goldton ist, ich fand keine passenden Rocailles zu denen, die ich bereits hatte, also musste eine andere Lösung her - knapp zwei Wochen vor dem Auftritt.

Auf der Suche nach goldfarbenen Stofffransen habe ich dann "nur" schwarze gefunden, die dann eben herhalten mussten. Die bereits aufgezogenen Rocailles habe ich als Applikation auf den Gürtel aufgebracht, und das Ganze nochmals mit Paillettenband umrundet.

Leider ist mein Rock einen Volant zu kurz (aber der wird noch verlängert), schade, der rote hätte gut dazu gepasst. Ein Mädel aus meiner Bauchtanzgruppe überlässt mir für den Auftritt freundlicherweise einen schwarzen Rock. Auf jeden Fall wird der rote Rock noch verlängert, denn er sieht meiner Meinung nach schön aus.



Und dann habe ich mal meine Häkelnadel seit seeeeehr langer Zeit gezückt, und Handstulpen gehäkelt. Im Mein Wollkontor in Königswinter, wo ich mit meiner Pulheimer Strickgruppe am Veilchendienstag einen wunderbaren Zugsocking-Nachmittag verlebt habe, fand ich eine goldfarbene Wolle, ideal für mein Kostüm. Dazu habe ich dann noch ein passendes Haarband gestrickt.


Zwei zerstochene Fingerkuppen und ein zersetztes Nervenkostüm später wurde dann am gestrigen Nachmittag mein Kostüm endlich fertig, ich finde, es ist sehr gut geworden. Das Tanzfest kann dann endlich kommen.



Jetzt kann ich dann endlich gucken, dass ich meine Bettjacke aus handgesponenem Alpaka und Die vier Jahreszeiten aus Lana Grossa Meilenweit fertig bekomme. Gestern abend allerdings war keine Strick- sondern mehr Couch-Schlaf-Zeit.

Das nächste Mal fange ich endweder früher mit dem Kostüm an oder lasse mir eines in Istanbul oder whererever anfertigen.

Donnerstag, 12. April 2012

Weiterhin außer Gefecht gesetzt

Mit leichtem Entsetzen musste ich dann vorgestern hinnehmen, dass der Arzt mich dann noch mal für den Rest der Wochen krank geschrieben hat. Er hat ja irgendwie recht damit, dass ich die Bronchitis richtig auskurieren sollte. Jaaaa, ist ja richtig.

Wenigstens habe ich so Zeit - neben mehr meine Fellnasen kraulen - zu stricken und spinnen. Das Osterwochenende stand ganz im Zeichen des Spinnrädchens, denn ich habe das Targhee fertig versponnen und mit einer Mischung aus BFL, Mohair und Shetland in einem schönen warmen Braunton verzwirnt. Was draus wird, weiss ich noch nicht genau, aber mit gut 368 m wird es in Richtung Tuch oder Stola gehen.


Voller ging im übrigen die Spule nicht. *g*

Daneben habe ich am Osterwochenende einen kleinen KAL in meiner ravelry-Gruppe gestartet, wir stricken den Saroyan. Gewählt habe ich dafür eine Tweedsockenwolle, handgefärbt von der Frechener Wolloase. Mittlerweile bin ich im Mittellteil und habe schon einige Blätter gestrickt, das Tuch mache ich jetzt nicht so breit, dafür aber umso länger. Die Wolle wird wohl auch noch einige Blätter hergeben, bis ich die Spitze arbeiten kann.



Und dann waren da noch die türkischen Socken, die ich gestern abend vollenden konnte. Für in die Schuhe sind die guten Socken zu schade, daher werde ich so wohl als Hausschuhe nutzen - wie türkische Socken ja auch eigentlich genutzt werden. Damit ich aber damit auf meiner Treppe keinen Abflug mache, werde ich wohl noch die Sohlen präparieren müssen. Hüttenschuhsohlen wäre zu schade für das Muster auf den Sohlen, evtl. werde ich wohl Latex nehmen. Mal sehen.



Samstag, 7. April 2012

Strickexperimente und mehr

Der Frühling kommt und damit mal wieder die letzte geballte Kraft der Erkältungsviren, die im Winter keine Chance hatten. Dafür kamen sie jetzt mit aller Macht und bescherten mir kurz vor Ostern eine Bronchitis inklusive Ohrentzündung. Nunja, mal wieder eine Zwangspause.

Zum Stricken nehme ich mir aber immer Zeit, und daher sind in letzter Zeit ein paar schöne Werke entstanden.


Dieses schöne Tüchlein ist eine Kreation von Birgit Freyer. Mich hat die asymmetrische Form fasziniert. Das Tuch ist auch recht schnell gearbeitet und nicht schwer. Die ersten 100 Reihen wird ein Dreieck hochgestrickt, danach an der kurzen Seite des Dreiecks Maschen aufgenommen und dann 15 Reihen Lacekante gestrickt. Wobei in der Lacekante derart viele Maschen aufgenommen werden, dass sich das Tuch von alleine so dreht wie auf dem Foto.

Interessant war es auch, die Abschlusskante abzuhäkeln, statt abzustricken. Dadurch wurden auch die Spitzen herausgearbeitet, durch zusätzliche Luftmaschen und Zusammenhäkeln mehrerer Maschen.

In Punkto Türkische Socke habe ich einen neuen Versuch gestartet. Dieses Mal habe ich das Muster aus dem Verena Sockenspecial Nr. 2 gewählt. Der Anfang ist recht fummelig gewesen, da türkische Socken ja von der Spitze aus gestrickt werden. Die Verse wird im Nachgang eingestrickt, daher hat sie auch diese dreieckige Form.




Das war aber nur der erste Streich bzw. Socke. Die zweite ist gerade noch in Arbeit.

Ein weiteres zweifarbiges Experiment war der selbst entworfene Norwegerpulli. Die Grundfarbe ist aus Zealana eco, ein Garn aus Merino und Possum, die Muster sind aus handgesponnenen Merinogarn. Leider hatte ich nur 10 Knäuel von der Zealana, so dass das Endbündchen etwas kurz geraten ist. Ich habe das Internet hoch- und runtergesucht, aber in Europa ist dieses Ökogarn nicht zu bekommen. Und für ein Knäuel bestelle ich nicht in Übersee. Von daher bleibt der Pulli jetzt so, wie er ist, und mir gefällt er.


Gesponnen habe ich aber auch mal wieder, denn mit dem neuen Spinnflügel macht es doppelt so viel Freude zu spinnen. Hier ist das Ergebnis eines Spinnnachmittags mit meiner Freundin Ruth, ein schönes Kontrastprogramm zur Klausur, die ich am Vormittag geschrieben hatte. Das Braune ist eine herbstliche Mischung aus einer Spinnfuttertauschkiste, die anderen beiden sind rot-gelb-braunes Space von Huppertz verzwirnt mit brauner Wolle - eine liebe Spende von Ruth (Danke nochmals an dieser Stelle dafür):


Derzeit auf der Spule ist Targhee, eine amerikanische Schafrasse. Auch diese Fasern habe ich aus einer Spinnfasertauschkiste. Ich war neugierig, wie sich das Material verarbeiten lässt, daher weicht hier mal die Farbe von meinem Beuteschema ab. Targhee ist herrlich weich und fluffig und lässt sich ganz toll verarbeiten. Mal sehen, was es mitteilt, zu werden.


Eine schöne Beschäftigung, die mir hilft, auf gesundheitliche Besserung zu warten. Zumindest die Ohrenschmerzen sind weg, aber ganz klar höre ich derzeit noch nicht. Wenigstens ist der hässliche Husten schon weitestgehend verschwunden und auch die Nase wird wieder langsam frei.

Ich wünsche allen Lesern ein schönes Osterfest.


Samstag, 31. Dezember 2011

Jahresschau 2011

Rapante hat die entspannten Weihnachtstage mehr als gut überstanden, hach, es hätte noch ein wenig länger Weihnachten sein können. Dieses Jahr habe ich mich - so gut es eben ging - nicht von Stress und Hektik auffressen lassen. Da ich recht früh schon alle Geschenke beisammen hatte, war es einfacher, die doch eigentlich schönste und besinnlichste Zeit im Jahr zu genießen.

Pünktlich zu Heiligabend wurde dann auch das Geschenk für meine Mutter fertig. Ein Hauch von nichts aus Mohair und Seide, handgefärbt von der Frechener Wolloase. Verziert mit passenden Rocailles und wirklich seeeeehr leicht, aber seeeeehr warm. Der Rundschal wird derzeit schon fleißig getragen, da er den Hals mehr als schön warm hält:


Neben zahlreichen Socken etc. pp. ist auch ein Projekt nochmals aufgezogen und neu gestrickt worden. Da meine Raglanjacke nicht so wirklich sitzen wollte, half es nichts. Sie musste bis zu den Ärmeln aufgezogen und neu gestrickt werden. Allerdings brauchte ich dafür dann auch zwei Anläufe, bis das gute Stück dann endlich richtig sass. Leider ist aus dem V-Ausschnitt ein Rundausschnitt geworden, lässt sich aber nunmal nicht ändern. Jetzt macht es Spass, das gute Stück zu tragen.


Besonderen Spass zu tragen macht auch ein wunderhübsch gehäkeltes Weihnachtsgeschenk einer lieben Freundin - an dieser Stelle nochmals vielen herzlichen Dank dafür an die Queen, die einfach nur genial häkeln kann. Ein wunderschöner Schulter- und Halswärmer hat sie für mich gezaubert, mit einer sehr schönen Kante aus gehäkelten Kleeblättern. Geschlossen wird der schöne Schulterwärmer mit einer gehäkelten Blüte:


Seit Weihnachten macht es auch richtig Spass, spinntechnisch in die Pedale zu treten, denn ich habe für mein Louet S10 einen Schnellspinnflügel nebst passenden Spulen gekauft. Jetzt ist es mir möglich, in den Geschwindigkeiten 1:15, 1:9,5 und 1:6,5 zu arbeiten, und es macht schon riesigen Spass. Stolz kann ich schon mal das Ergebnis eines Weihnachtsabends präsentieren:


Da der Schnellspinnflügel wesentlich schmaler ist als der normale Spinnflügel, geht wohl auch weniger Wolle auf die Spule, aber immer noch genügend, um entspannt große Mengen Wolle für Pullis etc. zu verarbeiten.

Arbeitstechnisch rückblickend lässt sich über 2011 Folgendes festhalten:

Es wurden gestrickt:

3 Mützen
2 Paar Handstulpen
10 Paar Socken
4 Tücher
2 Jacken
2 Pullover
1 Paar Handschuhe
2 Rundschals

Versponnen wurde:

368 m Merino-Leinen mit Isländer Polarfuchs gezwirnt
296 m Neuseelandlamm
1.100 m Merino/Seide mit Isländer Polarfuchs gezwirnt
158 m seidenmalgefärbte Wolle mit Isländer Polarfuchs gezwirnt
und außerdem 5 große Spulen seidenmalgefärbte Wolle mit Jacob verzwirnt


Die Anzahl der in 2011 gesammelten Banderolen von verstrickter Wolle kann sich auch sehen lassen: Ganze 41 Stück sind in diesem Jahr zusammengekommen, dazu kommen noch ca. 1.200 g handgesponnene Wolle, die ich zu Jacke und Pulli verstrickt habe:



Dafür, dass ich ja nun berufstätig bin und seit dem Herbst ein Studium noch nebenher absolviere, ist die Menge doch schon beachtlich, was ich so geschafft habe. Ich bin stolz auf mir.

Was lässt sich noch über 2011 sagen? Mit kleinen Unterbrechungen war das Jahr im großen und ganzen doch recht entspannt. Beruflich hätte maches besser laufen können, aber das ist ja immer so. Als Mitarbeiter einer Zeitarbeitsfirma kann man sich die Kunden nicht immer aussuchen, aber ich habe einen unbefristeten Arbeitsvertrag, was heutzutage einem 6er im Lotto gleich kommt. Die Personalreferenten sind superfreundlich und bemüht um einen, und ein Auftragsende ist nicht gleich eine Kündigung. Schön ist auch, dass ich nur 2,5 Wochen dieses Jahr auf staatliche Gelder angewiesen war, es ging recht schnell weiter im Text.

Nicht so schön war das Ende der letzten Festanstellung. Wenn man 2,5 Jahre lang seinen Job gut macht (und deswegen auch fest eingestellt wurde), dann ist es schon bitter, wenn es heisst, man sei nicht qualifiziert, weil man kein Studium vorweisen kann. Daran arbeite ich aber ja seit dem Herbst auch schon, denn ich studiere an der FU Wismar - bzw. im Fernstudium entspannt von zu Hause aus - Wirtschaftsrecht. Das Studium macht Spass und ist interessant. Gewöhnungsbedürftig sind die Vorlesungen für VWL und BWL in Englisch, aber auch das ist schaffbar für mich.

Ansonsten hatte ich zwei wunderschöne Urlaube in Schottland und Schwarzwald, wo ich im kommenden Jahr auf jeden Fall wieder hinfahren werde. Zumindest die Fähre nach Schottland für kommendes Jahr ist schon gebucht, ich freue mich schon so darauf! Kein Urlaub war bisher entspannender als der mit Ruth zusammen. Einfach mal genießen und stricken und Schafe und grün und Tee - hach! An dieser Stelle auch nochmals vielen lieben Dank für den tollen Urlaub.

Meine Überdosis Mittelaltermärkte aus den vorletzten Jahren habe ich dieses Jahr sehr gut abgebaut, so dass ich mich schon auf die kommende Saison so richtig freue. Es werden zwar noch ein paar neue Untergewänder und Obergewänder fällig, und ein wenig an der Ausstattung möchte ich auch noch feilen (schließlich habe ich jetzt einen genügend großen Wagen, der die Lasten auch besser wegsteckt als das alte Fiasko). Die Planung läuft schon an, und es juckt mir schon in den Fingern, mal wieder was Neues zu sticheln.

Auch in Hinblick auf neues modern Gesticheltes habe ich schon neue Ideen im Kopf, mal sehen, dass ich mir die Zeit im kommenden Jahr nehme, diese umzusetzen.

Was mir sehr oft dieses Jahr begegnete, sind überzogene Vorstellungen und Anforderungen von Mitmenschen, sei es in der Reklamation von Urlaubsreisen, sei es das Ravelry-Treffen oder auch andere Themen. Das hat mir noch mehr gezeigt, wie wichtig und schön doch die einfachen Sachen sein können, z. B. strickend am Strand zu sitzen oder einen leckeren Glühwein in Ruhe auf dem Weihnachtsmarkt trinken. Vor allem aber habe ich mir aus diesem Themenkreis heraus für 2012 vorgenommen, dass ich mir die Schuhe nicht anziehe und auch nicht die Nanny für die Allgemeinheit gebe. Denn das ist nur Energieverschwendung.

Auch habe ich in diesem Jahr schlechte Einflüsse von anderen abgeschüttelt. Ich habe erkannt, dass es nichts bringt, mit sich zu hadern und Energievampieren und Ideenklauern immer wieder eine Chance zu geben. Tabula Rasa macht einen selbst sehr frei und hält auch den Kopf frei von störenden Gedanken. Für 2012 habe ich mir vorgenommen, genauer auf meine Mitmenschen zu schauen und solches Verhalten im Keim zu ersticken (hoffen wir, dass es mir gelingen möge).

Zusammenfassend ist zu sagen, dass ich auf ein doch recht entspanntes Jahr zurückschaue, mit viel Arbeit, aber auch viel Spass an der Sache. Für 2012 wünsche ich mir auch viel Spass an den Sachen, die ich angehen will, genügend Zeit für meine Studien, für Freunde, für meine Stubentiger und mich. 

In diesem Sinne wünsche ich allen einen entspannten Jahresausklang und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2012. Viel Glück, Gesundheit und vor allem Zufriedenheit.

Montag, 25. April 2011

Percy Shawl

Genau einen Monat hat es gedauert, da war der Percy Shawl dann endlich fertig - und sieht einfach nur klasse aus. Allerdings habe ich die Anleitung etwas abgeändert. Statt der Noppen habe ich lieber Rocailles eingestrickt, das trägt nicht ganz so auf.

Kir Rocailles gefällig???

Und weil ich dann gerade so schön in Fahrt und im Fertigmach-Rausch war, habe ich endlich eine Brettchenwebborte beendet. Angefangen .... jaaaaaa ...... lange her, gemacht für ...... jaaaaaaaaa ...... entfallen, aber jetzt einer lieben Freundin versprochen. Sie muss jetzt nur noch vernäht und gewaschen werden. Verwebt habe ich Catania von Schachemayr, herausgekommen sind ca. 3 m Borte.

In der Wupperspinner-Gruppe haben wir zu Ostern ein Wickelwichtel gestartet, d. h. man nehme mehrere kleine Geschenke und wickel diese in 100g Sockenwolle ein. Der Beschenkte muss diese dann ausstricken. Als Muster habe ich die Socken "Japanisch für Anfänger" aus dem Buch Die 100 schönsten Socken für die ganze Familie genommen. So ist der bisherige Bearbeitungsstatus: 





 Dann will ich jetzt mal weiter stricken gehen, mal sehen, was der Wickelwichtel noch so alles enthält.

Freitag, 1. April 2011

Die Nähmaschine und ich ....

... sind nicht immer die besten Freundinnen. Meist liegen wir uns ganz gut in den Haaren bzw. Fäden, aber am Ende kommt doch immer was Tragbares raus.

So wie das mittlerweile gut abgelagert Stretchshirt in Doppeloptik nach einem Schnittmuster der Burda vom letzten Sommer. Der Stoff war ein Gelegenheitskauf vom holländischen Stoffmarkt. Und passen tut es dank des Stretchstoffes seeeehr gut.
 
Auf meiner Suche im www bin ich dann auf einen ganz süßen Rock gestossen, den Römö von Farbenmix.de. Der musste es sein. Und war fix genäht - außer dass die Nähmaschine und ich uns nicht darüber einig waren, wie denn jetzt ein Beleg zu nähen ist. Die Fotoanleitung von Farbenmix.de hat dann Aufklärung gebracht und uns beiden wieder den Frieden. Und mir ein schönes Sommerröckchen, aus einem Stoff vom holländischen Stoffmarkt und Baumwolle von Ikea.
Und weils so schön war, und ich mal wieder neue Röcke brauche, habe ich eine kürzere Version von meinem dunkelbraunem Cordrock genäht, aus einem hellgelben Leinenstoff, den mir eine Freundin geschenkt hat. Die Passe ist aus einem grauen Stoff, den ich nicht wirklich definieren kann. War aus der Restkiste des Stoffoutlets Möchengladbach.

 
Bei dem gelben Reissverschluss habe ich zwar erst gar nicht nachgedacht, aber ich finde, das sieht gar nicht sooooo schlecht aus. Muss so sein.

Ja, und dann war da noch.... genau, die Socken aus der Nordseeimpressionen-Serie der Frechener Wolloase, für die Creativa noch fertig gestrickt und dort hinreichend bewundert und befühlt worden:
Im letzten Oktober hatte ich eine Strickjacke aus meinen ersten handgesponnenen Garnen angefangen, die mir aber nicht so wirklich gefallen wollte, in sich gemusterte Wolle und Zopfmuster passen halt nicht immer zusammen, auch ich begreife das mal. Nun habe ich neu angefangen und als Auflockerung ein schönes dunkelrotes Merino pur von Pro Lana dazu genommen - und die Zopfmuster mal weggelassen. Und schon kann es sich sehen lassen.

Samstag, 26. März 2011

krankheitsbedingte Pause

Leider hat mich auf der Creativa ein grippaler Infekt erwischt, so dass ich erst mal schachmatt gesetzt bin. Heisst aber nicht, dass ich nicht die Nadeln klappern und das Rädchen schnurren lassen kann. Das geht noch, alles andere muss erst mal warten. Die Küche bleibt erst mal kalt, bzw. es werden mehr TK-Kost in den Ofen geschoben oder in der Mikrowelle aufgewärmt. Sogar solche banalen Dinge wie die Winterdeko abmontieren und Frühlings- und Osterdeko anbringen ist schon anstrengend.

Dafür ist weder Spinnen noch Stricken anstrengend, so dass ich wenigstens nicht so ganz ohne Beschäftigung mein Dasein fristen muss. Zum einen habe ich endlich mal die Merino-Blaubeerseiden-Mischung mit Isländer Polarfuchs verzwirnt. Leider geht der seidige Glanz und die leuchtenden Farben ein wenig durch das Grau des Polarfuchs verloren, aber ich habe jetzt 1.100 m wunderbar weiches Garn, aus dem ein gaaaanz schönes Kuscheljäckchen wird.


Jetzt ist das Rädchen frei für eine Färbung mit Seidenmalfarben von meiner Freundin Ruth, ein wenig habe ich schon angesponnen, die Farbverläufe sind wunderschön. Bilder davon gibbet aber erst, wenn der Strang fertig versponnen ist. Wobei ich denke, ich werde es nicht mit einer anderen Wolle mischen, sondern mit sich selbst verspinnen.

Stricktechnisch habe ich aus dem Weihnachts-KAL vom Wollklabauter den Schal San Sebastian für eine Freundin fertig gestellt. Gestrickt wurde das gute Stück mit einem Merino-Mix von Schoeller und Stahl. Das Muster ist wunderschön, und ich weiss auch schon, welche handgefärbte Wolle von der Frechener Wolloase ich für mich verwenden werde. Darauf muss ich aber noch auf die neue Färbung warten.






Das gute Stück hat eine Spannweite von 1,50 m und ist wunderschön kuschelig. Und von Katerchen für gut befunden:



Und neben dem ersten Seitenteil einer Strickjacke aus meinen ersten handgesponnenen Garnen (begonnen im Oktober letzten Jahres, *hüstel*), habe ich ein wunderschönes Sommertüchlein aus einem Merino-Seiden-Garn angefangen. Das Garn ist Filisilk von Zitron, handgefärbt von der Frechener Wolloase. Es wird ein Percy-Shawl. Das Garn ist wunderschön seidig (klar, hat ja Seidenanteile) und lässt sich ganz toll verarbeiten. Die ersten beiden Charts habe ich schon fertig, jetzt gehts an Eingemachte.


Also werde ich mich wieder pflegen gehen und stricken. Und vom Katerchen einen vorschnurren lassen, der manchmal auch ganz gute Fakirqualitäten an den Tag legen kann: 



Sonntag, 16. Januar 2011

Auch 2011 weiterhin fleissig

Im Hause Rapante klappern nach wie vor fleissig die Nadeln und schnurrt auch mal wieder das Rädchen. Endlich sind die Stulpen San Sebastian fertig geworden und wärmen schon munter meine Hände.


Aus einem Spinnswap bei ravelry habe ich im vergangenen Herbst eine blau-weiss-schwarze Merino-Leinen-Mischung bekommen, diese habe ich mit Isländer Polarfuchs verzwirnt. Das Garn ist seeeeehr kuschelig weich und warm geworden. Was ich draus stricke, weiss ich noch nicht so genau.


Vor kurzem hat Sabine von der Frechener Wolloase angefangen, Kardenbänder zu färben. Natürlich habe ich ihr die Bitte nicht abschlagen können, testweise einmal anzuspinnen:


Diese wunderschöne Wolle ist Neuseelandlamm, lässt sich schön verarbeiten und die Farben sind einfach eine Wucht. Dazu habe ich dann ein blaues Kardenband auch von Sabine verzwirnt, daraus wurde ein kunterbuntes Allerlei:


Was draus gemacht wird, weiss ich derzeit auch noch nicht. Ich warte darauf, dass die Wolle zu mir spricht. :-)

Montag, 3. Januar 2011

Gut behütet ins neue Jahr


Das neue Jahr hat gerade begonnen, da bin ich schon wieder fleißig, dieses mal war es mal mit der Nähmaschine. Zum einen ist mal endlich der Cordrock fertig geworden, der so gute 2 Jahre jetzt abgelagert war. Es müssen zwar noch ein paar Abnäher gemacht werden, aber er ist schon tragbar:


Dann habe nach einer Vorlage von dieser Website zwei Hüte passend zum Rock gemacht. Da ja noch genügend Stoff über war, hat sich das angeboten, es reicht sogar noch für einen dritten. Der erste, der Prototyp sozusagen, ist ein wenig klein geraten, sitzt mir gerade mal auf dem Hinterkopf. Nunja, ich werde schon eine Abnehmerin dafür finden. Gefüttert habe ich das Ganze mit einem violetten Blümchenstoff, den ich auf dem holländischen Stoffmarkt erworben hatte. Als Deko habe ich dann noch ein Blümchen aus dem Futterstoff mit einem kleinen Knopf draufgenäht.



Den nächsten Hut habe ich dann deutlich größer gemacht, da passen schon fast alle Haare drunter, *grins*. Als Futterstoff habe ich einen blau-rot gestreiften mit roten Rosen verzierten Stoff genommen, auch vom holländischen Stoffmarkt. Hier gefällt es mir ganz gut, dass der Futterstoff ein wenig herauslugt, bei diesen schönem Stoff wäre es zu schade, wenn man ihn nicht sehen könnte. Das Stoffblümchen hat dieses mal in der Mitte eine rote Glasperle. Da die Kamera streikte wegen leeren Akku muss ich die Fotos von den Blümchen nachreichen.


Zwischendurch ist dann aber auch mein Barett San Sebastian fertig geworden, eine schöne warme Mütze - und da passen meine Haare drunter:



Und weiter gehts mit dem Weihnachtsgeheimnis, jetzt sind die Handstulpen San Sebastian dran, ich hoffe, ich komme noch mit der vorhandenen Wolle aus.