Mit leichtem Entsetzen musste ich dann vorgestern hinnehmen, dass der Arzt mich dann noch mal für den Rest der Wochen krank geschrieben hat. Er hat ja irgendwie recht damit, dass ich die Bronchitis richtig auskurieren sollte. Jaaaa, ist ja richtig.
Wenigstens habe ich so Zeit - neben mehr meine Fellnasen kraulen - zu stricken und spinnen. Das Osterwochenende stand ganz im Zeichen des Spinnrädchens, denn ich habe das Targhee fertig versponnen und mit einer Mischung aus BFL, Mohair und Shetland in einem schönen warmen Braunton verzwirnt. Was draus wird, weiss ich noch nicht genau, aber mit gut 368 m wird es in Richtung Tuch oder Stola gehen.
Voller ging im übrigen die Spule nicht. *g*
Daneben habe ich am Osterwochenende einen kleinen KAL in meiner ravelry-Gruppe gestartet, wir stricken den Saroyan. Gewählt habe ich dafür eine Tweedsockenwolle, handgefärbt von der Frechener Wolloase. Mittlerweile bin ich im Mittellteil und habe schon einige Blätter gestrickt, das Tuch mache ich jetzt nicht so breit, dafür aber umso länger. Die Wolle wird wohl auch noch einige Blätter hergeben, bis ich die Spitze arbeiten kann.
Und dann waren da noch die türkischen Socken, die ich gestern abend vollenden konnte. Für in die Schuhe sind die guten Socken zu schade, daher werde ich so wohl als Hausschuhe nutzen - wie türkische Socken ja auch eigentlich genutzt werden. Damit ich aber damit auf meiner Treppe keinen Abflug mache, werde ich wohl noch die Sohlen präparieren müssen. Hüttenschuhsohlen wäre zu schade für das Muster auf den Sohlen, evtl. werde ich wohl Latex nehmen. Mal sehen.
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Donnerstag, 12. April 2012
Samstag, 7. April 2012
Strickexperimente und mehr
Der Frühling kommt und damit mal wieder die letzte geballte Kraft der Erkältungsviren, die im Winter keine Chance hatten. Dafür kamen sie jetzt mit aller Macht und bescherten mir kurz vor Ostern eine Bronchitis inklusive Ohrentzündung. Nunja, mal wieder eine Zwangspause.
Zum Stricken nehme ich mir aber immer Zeit, und daher sind in letzter Zeit ein paar schöne Werke entstanden.
Dieses schöne Tüchlein ist eine Kreation von Birgit Freyer. Mich hat die asymmetrische Form fasziniert. Das Tuch ist auch recht schnell gearbeitet und nicht schwer. Die ersten 100 Reihen wird ein Dreieck hochgestrickt, danach an der kurzen Seite des Dreiecks Maschen aufgenommen und dann 15 Reihen Lacekante gestrickt. Wobei in der Lacekante derart viele Maschen aufgenommen werden, dass sich das Tuch von alleine so dreht wie auf dem Foto.
Interessant war es auch, die Abschlusskante abzuhäkeln, statt abzustricken. Dadurch wurden auch die Spitzen herausgearbeitet, durch zusätzliche Luftmaschen und Zusammenhäkeln mehrerer Maschen.
In Punkto Türkische Socke habe ich einen neuen Versuch gestartet. Dieses Mal habe ich das Muster aus dem Verena Sockenspecial Nr. 2 gewählt. Der Anfang ist recht fummelig gewesen, da türkische Socken ja von der Spitze aus gestrickt werden. Die Verse wird im Nachgang eingestrickt, daher hat sie auch diese dreieckige Form.
Das war aber nur der erste Streich bzw. Socke. Die zweite ist gerade noch in Arbeit.
Ein weiteres zweifarbiges Experiment war der selbst entworfene Norwegerpulli. Die Grundfarbe ist aus Zealana eco, ein Garn aus Merino und Possum, die Muster sind aus handgesponnenen Merinogarn. Leider hatte ich nur 10 Knäuel von der Zealana, so dass das Endbündchen etwas kurz geraten ist. Ich habe das Internet hoch- und runtergesucht, aber in Europa ist dieses Ökogarn nicht zu bekommen. Und für ein Knäuel bestelle ich nicht in Übersee. Von daher bleibt der Pulli jetzt so, wie er ist, und mir gefällt er.
Gesponnen habe ich aber auch mal wieder, denn mit dem neuen Spinnflügel macht es doppelt so viel Freude zu spinnen. Hier ist das Ergebnis eines Spinnnachmittags mit meiner Freundin Ruth, ein schönes Kontrastprogramm zur Klausur, die ich am Vormittag geschrieben hatte. Das Braune ist eine herbstliche Mischung aus einer Spinnfuttertauschkiste, die anderen beiden sind rot-gelb-braunes Space von Huppertz verzwirnt mit brauner Wolle - eine liebe Spende von Ruth (Danke nochmals an dieser Stelle dafür):
Derzeit auf der Spule ist Targhee, eine amerikanische Schafrasse. Auch diese Fasern habe ich aus einer Spinnfasertauschkiste. Ich war neugierig, wie sich das Material verarbeiten lässt, daher weicht hier mal die Farbe von meinem Beuteschema ab. Targhee ist herrlich weich und fluffig und lässt sich ganz toll verarbeiten. Mal sehen, was es mitteilt, zu werden.
Eine schöne Beschäftigung, die mir hilft, auf gesundheitliche Besserung zu warten. Zumindest die Ohrenschmerzen sind weg, aber ganz klar höre ich derzeit noch nicht. Wenigstens ist der hässliche Husten schon weitestgehend verschwunden und auch die Nase wird wieder langsam frei.
Ich wünsche allen Lesern ein schönes Osterfest.
Zum Stricken nehme ich mir aber immer Zeit, und daher sind in letzter Zeit ein paar schöne Werke entstanden.
Dieses schöne Tüchlein ist eine Kreation von Birgit Freyer. Mich hat die asymmetrische Form fasziniert. Das Tuch ist auch recht schnell gearbeitet und nicht schwer. Die ersten 100 Reihen wird ein Dreieck hochgestrickt, danach an der kurzen Seite des Dreiecks Maschen aufgenommen und dann 15 Reihen Lacekante gestrickt. Wobei in der Lacekante derart viele Maschen aufgenommen werden, dass sich das Tuch von alleine so dreht wie auf dem Foto.
Interessant war es auch, die Abschlusskante abzuhäkeln, statt abzustricken. Dadurch wurden auch die Spitzen herausgearbeitet, durch zusätzliche Luftmaschen und Zusammenhäkeln mehrerer Maschen.
In Punkto Türkische Socke habe ich einen neuen Versuch gestartet. Dieses Mal habe ich das Muster aus dem Verena Sockenspecial Nr. 2 gewählt. Der Anfang ist recht fummelig gewesen, da türkische Socken ja von der Spitze aus gestrickt werden. Die Verse wird im Nachgang eingestrickt, daher hat sie auch diese dreieckige Form.
Das war aber nur der erste Streich bzw. Socke. Die zweite ist gerade noch in Arbeit.
Ein weiteres zweifarbiges Experiment war der selbst entworfene Norwegerpulli. Die Grundfarbe ist aus Zealana eco, ein Garn aus Merino und Possum, die Muster sind aus handgesponnenen Merinogarn. Leider hatte ich nur 10 Knäuel von der Zealana, so dass das Endbündchen etwas kurz geraten ist. Ich habe das Internet hoch- und runtergesucht, aber in Europa ist dieses Ökogarn nicht zu bekommen. Und für ein Knäuel bestelle ich nicht in Übersee. Von daher bleibt der Pulli jetzt so, wie er ist, und mir gefällt er.
Gesponnen habe ich aber auch mal wieder, denn mit dem neuen Spinnflügel macht es doppelt so viel Freude zu spinnen. Hier ist das Ergebnis eines Spinnnachmittags mit meiner Freundin Ruth, ein schönes Kontrastprogramm zur Klausur, die ich am Vormittag geschrieben hatte. Das Braune ist eine herbstliche Mischung aus einer Spinnfuttertauschkiste, die anderen beiden sind rot-gelb-braunes Space von Huppertz verzwirnt mit brauner Wolle - eine liebe Spende von Ruth (Danke nochmals an dieser Stelle dafür):
Derzeit auf der Spule ist Targhee, eine amerikanische Schafrasse. Auch diese Fasern habe ich aus einer Spinnfasertauschkiste. Ich war neugierig, wie sich das Material verarbeiten lässt, daher weicht hier mal die Farbe von meinem Beuteschema ab. Targhee ist herrlich weich und fluffig und lässt sich ganz toll verarbeiten. Mal sehen, was es mitteilt, zu werden.
Eine schöne Beschäftigung, die mir hilft, auf gesundheitliche Besserung zu warten. Zumindest die Ohrenschmerzen sind weg, aber ganz klar höre ich derzeit noch nicht. Wenigstens ist der hässliche Husten schon weitestgehend verschwunden und auch die Nase wird wieder langsam frei.
Ich wünsche allen Lesern ein schönes Osterfest.
Samstag, 31. Dezember 2011
Jahresschau 2011
Rapante hat die entspannten Weihnachtstage mehr als gut überstanden, hach, es hätte noch ein wenig länger Weihnachten sein können. Dieses Jahr habe ich mich - so gut es eben ging - nicht von Stress und Hektik auffressen lassen. Da ich recht früh schon alle Geschenke beisammen hatte, war es einfacher, die doch eigentlich schönste und besinnlichste Zeit im Jahr zu genießen.
Pünktlich zu Heiligabend wurde dann auch das Geschenk für meine Mutter fertig. Ein Hauch von nichts aus Mohair und Seide, handgefärbt von der Frechener Wolloase. Verziert mit passenden Rocailles und wirklich seeeeehr leicht, aber seeeeehr warm. Der Rundschal wird derzeit schon fleißig getragen, da er den Hals mehr als schön warm hält:
Neben zahlreichen Socken etc. pp. ist auch ein Projekt nochmals aufgezogen und neu gestrickt worden. Da meine Raglanjacke nicht so wirklich sitzen wollte, half es nichts. Sie musste bis zu den Ärmeln aufgezogen und neu gestrickt werden. Allerdings brauchte ich dafür dann auch zwei Anläufe, bis das gute Stück dann endlich richtig sass. Leider ist aus dem V-Ausschnitt ein Rundausschnitt geworden, lässt sich aber nunmal nicht ändern. Jetzt macht es Spass, das gute Stück zu tragen.
Besonderen Spass zu tragen macht auch ein wunderhübsch gehäkeltes Weihnachtsgeschenk einer lieben Freundin - an dieser Stelle nochmals vielen herzlichen Dank dafür an die Queen, die einfach nur genial häkeln kann. Ein wunderschöner Schulter- und Halswärmer hat sie für mich gezaubert, mit einer sehr schönen Kante aus gehäkelten Kleeblättern. Geschlossen wird der schöne Schulterwärmer mit einer gehäkelten Blüte:
Seit Weihnachten macht es auch richtig Spass, spinntechnisch in die Pedale zu treten, denn ich habe für mein Louet S10 einen Schnellspinnflügel nebst passenden Spulen gekauft. Jetzt ist es mir möglich, in den Geschwindigkeiten 1:15, 1:9,5 und 1:6,5 zu arbeiten, und es macht schon riesigen Spass. Stolz kann ich schon mal das Ergebnis eines Weihnachtsabends präsentieren:
Da der Schnellspinnflügel wesentlich schmaler ist als der normale Spinnflügel, geht wohl auch weniger Wolle auf die Spule, aber immer noch genügend, um entspannt große Mengen Wolle für Pullis etc. zu verarbeiten.
Arbeitstechnisch rückblickend lässt sich über 2011 Folgendes festhalten:
Es wurden gestrickt:
3 Mützen
2 Paar Handstulpen
10 Paar Socken
4 Tücher
2 Jacken
2 Pullover
1 Paar Handschuhe
2 Rundschals
Versponnen wurde:
368 m Merino-Leinen mit Isländer Polarfuchs gezwirnt
296 m Neuseelandlamm
1.100 m Merino/Seide mit Isländer Polarfuchs gezwirnt
158 m seidenmalgefärbte Wolle mit Isländer Polarfuchs gezwirnt
und außerdem 5 große Spulen seidenmalgefärbte Wolle mit Jacob verzwirnt
Die Anzahl der in 2011 gesammelten Banderolen von verstrickter Wolle kann sich auch sehen lassen: Ganze 41 Stück sind in diesem Jahr zusammengekommen, dazu kommen noch ca. 1.200 g handgesponnene Wolle, die ich zu Jacke und Pulli verstrickt habe:

Dafür, dass ich ja nun berufstätig bin und seit dem Herbst ein Studium noch nebenher absolviere, ist die Menge doch schon beachtlich, was ich so geschafft habe. Ich bin stolz auf mir.
Was lässt sich noch über 2011 sagen? Mit kleinen Unterbrechungen war das Jahr im großen und ganzen doch recht entspannt. Beruflich hätte maches besser laufen können, aber das ist ja immer so. Als Mitarbeiter einer Zeitarbeitsfirma kann man sich die Kunden nicht immer aussuchen, aber ich habe einen unbefristeten Arbeitsvertrag, was heutzutage einem 6er im Lotto gleich kommt. Die Personalreferenten sind superfreundlich und bemüht um einen, und ein Auftragsende ist nicht gleich eine Kündigung. Schön ist auch, dass ich nur 2,5 Wochen dieses Jahr auf staatliche Gelder angewiesen war, es ging recht schnell weiter im Text.
Nicht so schön war das Ende der letzten Festanstellung. Wenn man 2,5 Jahre lang seinen Job gut macht (und deswegen auch fest eingestellt wurde), dann ist es schon bitter, wenn es heisst, man sei nicht qualifiziert, weil man kein Studium vorweisen kann. Daran arbeite ich aber ja seit dem Herbst auch schon, denn ich studiere an der FU Wismar - bzw. im Fernstudium entspannt von zu Hause aus - Wirtschaftsrecht. Das Studium macht Spass und ist interessant. Gewöhnungsbedürftig sind die Vorlesungen für VWL und BWL in Englisch, aber auch das ist schaffbar für mich.
Ansonsten hatte ich zwei wunderschöne Urlaube in Schottland und Schwarzwald, wo ich im kommenden Jahr auf jeden Fall wieder hinfahren werde. Zumindest die Fähre nach Schottland für kommendes Jahr ist schon gebucht, ich freue mich schon so darauf! Kein Urlaub war bisher entspannender als der mit Ruth zusammen. Einfach mal genießen und stricken und Schafe und grün und Tee - hach! An dieser Stelle auch nochmals vielen lieben Dank für den tollen Urlaub.
Meine Überdosis Mittelaltermärkte aus den vorletzten Jahren habe ich dieses Jahr sehr gut abgebaut, so dass ich mich schon auf die kommende Saison so richtig freue. Es werden zwar noch ein paar neue Untergewänder und Obergewänder fällig, und ein wenig an der Ausstattung möchte ich auch noch feilen (schließlich habe ich jetzt einen genügend großen Wagen, der die Lasten auch besser wegsteckt als das alte Fiasko). Die Planung läuft schon an, und es juckt mir schon in den Fingern, mal wieder was Neues zu sticheln.
Auch in Hinblick auf neues modern Gesticheltes habe ich schon neue Ideen im Kopf, mal sehen, dass ich mir die Zeit im kommenden Jahr nehme, diese umzusetzen.
Was mir sehr oft dieses Jahr begegnete, sind überzogene Vorstellungen und Anforderungen von Mitmenschen, sei es in der Reklamation von Urlaubsreisen, sei es das Ravelry-Treffen oder auch andere Themen. Das hat mir noch mehr gezeigt, wie wichtig und schön doch die einfachen Sachen sein können, z. B. strickend am Strand zu sitzen oder einen leckeren Glühwein in Ruhe auf dem Weihnachtsmarkt trinken. Vor allem aber habe ich mir aus diesem Themenkreis heraus für 2012 vorgenommen, dass ich mir die Schuhe nicht anziehe und auch nicht die Nanny für die Allgemeinheit gebe. Denn das ist nur Energieverschwendung.
Auch habe ich in diesem Jahr schlechte Einflüsse von anderen abgeschüttelt. Ich habe erkannt, dass es nichts bringt, mit sich zu hadern und Energievampieren und Ideenklauern immer wieder eine Chance zu geben. Tabula Rasa macht einen selbst sehr frei und hält auch den Kopf frei von störenden Gedanken. Für 2012 habe ich mir vorgenommen, genauer auf meine Mitmenschen zu schauen und solches Verhalten im Keim zu ersticken (hoffen wir, dass es mir gelingen möge).
Zusammenfassend ist zu sagen, dass ich auf ein doch recht entspanntes Jahr zurückschaue, mit viel Arbeit, aber auch viel Spass an der Sache. Für 2012 wünsche ich mir auch viel Spass an den Sachen, die ich angehen will, genügend Zeit für meine Studien, für Freunde, für meine Stubentiger und mich.
Pünktlich zu Heiligabend wurde dann auch das Geschenk für meine Mutter fertig. Ein Hauch von nichts aus Mohair und Seide, handgefärbt von der Frechener Wolloase. Verziert mit passenden Rocailles und wirklich seeeeehr leicht, aber seeeeehr warm. Der Rundschal wird derzeit schon fleißig getragen, da er den Hals mehr als schön warm hält:
Neben zahlreichen Socken etc. pp. ist auch ein Projekt nochmals aufgezogen und neu gestrickt worden. Da meine Raglanjacke nicht so wirklich sitzen wollte, half es nichts. Sie musste bis zu den Ärmeln aufgezogen und neu gestrickt werden. Allerdings brauchte ich dafür dann auch zwei Anläufe, bis das gute Stück dann endlich richtig sass. Leider ist aus dem V-Ausschnitt ein Rundausschnitt geworden, lässt sich aber nunmal nicht ändern. Jetzt macht es Spass, das gute Stück zu tragen.
Besonderen Spass zu tragen macht auch ein wunderhübsch gehäkeltes Weihnachtsgeschenk einer lieben Freundin - an dieser Stelle nochmals vielen herzlichen Dank dafür an die Queen, die einfach nur genial häkeln kann. Ein wunderschöner Schulter- und Halswärmer hat sie für mich gezaubert, mit einer sehr schönen Kante aus gehäkelten Kleeblättern. Geschlossen wird der schöne Schulterwärmer mit einer gehäkelten Blüte:
Seit Weihnachten macht es auch richtig Spass, spinntechnisch in die Pedale zu treten, denn ich habe für mein Louet S10 einen Schnellspinnflügel nebst passenden Spulen gekauft. Jetzt ist es mir möglich, in den Geschwindigkeiten 1:15, 1:9,5 und 1:6,5 zu arbeiten, und es macht schon riesigen Spass. Stolz kann ich schon mal das Ergebnis eines Weihnachtsabends präsentieren:
Da der Schnellspinnflügel wesentlich schmaler ist als der normale Spinnflügel, geht wohl auch weniger Wolle auf die Spule, aber immer noch genügend, um entspannt große Mengen Wolle für Pullis etc. zu verarbeiten.
Arbeitstechnisch rückblickend lässt sich über 2011 Folgendes festhalten:
Es wurden gestrickt:
3 Mützen
2 Paar Handstulpen
10 Paar Socken
4 Tücher
2 Jacken
2 Pullover
1 Paar Handschuhe
2 Rundschals
Versponnen wurde:
368 m Merino-Leinen mit Isländer Polarfuchs gezwirnt
296 m Neuseelandlamm
1.100 m Merino/Seide mit Isländer Polarfuchs gezwirnt
158 m seidenmalgefärbte Wolle mit Isländer Polarfuchs gezwirnt
und außerdem 5 große Spulen seidenmalgefärbte Wolle mit Jacob verzwirnt
Die Anzahl der in 2011 gesammelten Banderolen von verstrickter Wolle kann sich auch sehen lassen: Ganze 41 Stück sind in diesem Jahr zusammengekommen, dazu kommen noch ca. 1.200 g handgesponnene Wolle, die ich zu Jacke und Pulli verstrickt habe:
Dafür, dass ich ja nun berufstätig bin und seit dem Herbst ein Studium noch nebenher absolviere, ist die Menge doch schon beachtlich, was ich so geschafft habe. Ich bin stolz auf mir.
Was lässt sich noch über 2011 sagen? Mit kleinen Unterbrechungen war das Jahr im großen und ganzen doch recht entspannt. Beruflich hätte maches besser laufen können, aber das ist ja immer so. Als Mitarbeiter einer Zeitarbeitsfirma kann man sich die Kunden nicht immer aussuchen, aber ich habe einen unbefristeten Arbeitsvertrag, was heutzutage einem 6er im Lotto gleich kommt. Die Personalreferenten sind superfreundlich und bemüht um einen, und ein Auftragsende ist nicht gleich eine Kündigung. Schön ist auch, dass ich nur 2,5 Wochen dieses Jahr auf staatliche Gelder angewiesen war, es ging recht schnell weiter im Text.
Nicht so schön war das Ende der letzten Festanstellung. Wenn man 2,5 Jahre lang seinen Job gut macht (und deswegen auch fest eingestellt wurde), dann ist es schon bitter, wenn es heisst, man sei nicht qualifiziert, weil man kein Studium vorweisen kann. Daran arbeite ich aber ja seit dem Herbst auch schon, denn ich studiere an der FU Wismar - bzw. im Fernstudium entspannt von zu Hause aus - Wirtschaftsrecht. Das Studium macht Spass und ist interessant. Gewöhnungsbedürftig sind die Vorlesungen für VWL und BWL in Englisch, aber auch das ist schaffbar für mich.
Ansonsten hatte ich zwei wunderschöne Urlaube in Schottland und Schwarzwald, wo ich im kommenden Jahr auf jeden Fall wieder hinfahren werde. Zumindest die Fähre nach Schottland für kommendes Jahr ist schon gebucht, ich freue mich schon so darauf! Kein Urlaub war bisher entspannender als der mit Ruth zusammen. Einfach mal genießen und stricken und Schafe und grün und Tee - hach! An dieser Stelle auch nochmals vielen lieben Dank für den tollen Urlaub.
Meine Überdosis Mittelaltermärkte aus den vorletzten Jahren habe ich dieses Jahr sehr gut abgebaut, so dass ich mich schon auf die kommende Saison so richtig freue. Es werden zwar noch ein paar neue Untergewänder und Obergewänder fällig, und ein wenig an der Ausstattung möchte ich auch noch feilen (schließlich habe ich jetzt einen genügend großen Wagen, der die Lasten auch besser wegsteckt als das alte Fiasko). Die Planung läuft schon an, und es juckt mir schon in den Fingern, mal wieder was Neues zu sticheln.
Auch in Hinblick auf neues modern Gesticheltes habe ich schon neue Ideen im Kopf, mal sehen, dass ich mir die Zeit im kommenden Jahr nehme, diese umzusetzen.
Was mir sehr oft dieses Jahr begegnete, sind überzogene Vorstellungen und Anforderungen von Mitmenschen, sei es in der Reklamation von Urlaubsreisen, sei es das Ravelry-Treffen oder auch andere Themen. Das hat mir noch mehr gezeigt, wie wichtig und schön doch die einfachen Sachen sein können, z. B. strickend am Strand zu sitzen oder einen leckeren Glühwein in Ruhe auf dem Weihnachtsmarkt trinken. Vor allem aber habe ich mir aus diesem Themenkreis heraus für 2012 vorgenommen, dass ich mir die Schuhe nicht anziehe und auch nicht die Nanny für die Allgemeinheit gebe. Denn das ist nur Energieverschwendung.
Auch habe ich in diesem Jahr schlechte Einflüsse von anderen abgeschüttelt. Ich habe erkannt, dass es nichts bringt, mit sich zu hadern und Energievampieren und Ideenklauern immer wieder eine Chance zu geben. Tabula Rasa macht einen selbst sehr frei und hält auch den Kopf frei von störenden Gedanken. Für 2012 habe ich mir vorgenommen, genauer auf meine Mitmenschen zu schauen und solches Verhalten im Keim zu ersticken (hoffen wir, dass es mir gelingen möge).
Zusammenfassend ist zu sagen, dass ich auf ein doch recht entspanntes Jahr zurückschaue, mit viel Arbeit, aber auch viel Spass an der Sache. Für 2012 wünsche ich mir auch viel Spass an den Sachen, die ich angehen will, genügend Zeit für meine Studien, für Freunde, für meine Stubentiger und mich.
In diesem Sinne wünsche ich allen einen entspannten Jahresausklang und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2012. Viel Glück, Gesundheit und vor allem Zufriedenheit.
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Freitag, 1. April 2011
Die Nähmaschine und ich ....
... sind nicht immer die besten Freundinnen. Meist liegen wir uns ganz gut in den Haaren bzw. Fäden, aber am Ende kommt doch immer was Tragbares raus.
So wie das mittlerweile gut abgelagert Stretchshirt in Doppeloptik nach einem Schnittmuster der Burda vom letzten Sommer. Der Stoff war ein Gelegenheitskauf vom holländischen Stoffmarkt. Und passen tut es dank des Stretchstoffes seeeehr gut.
Ja, und dann war da noch.... genau, die Socken aus der Nordseeimpressionen-Serie der Frechener Wolloase, für die Creativa noch fertig gestrickt und dort hinreichend bewundert und befühlt worden:
So wie das mittlerweile gut abgelagert Stretchshirt in Doppeloptik nach einem Schnittmuster der Burda vom letzten Sommer. Der Stoff war ein Gelegenheitskauf vom holländischen Stoffmarkt. Und passen tut es dank des Stretchstoffes seeeehr gut.
Auf meiner Suche im www bin ich dann auf einen ganz süßen Rock gestossen, den Römö von Farbenmix.de. Der musste es sein. Und war fix genäht - außer dass die Nähmaschine und ich uns nicht darüber einig waren, wie denn jetzt ein Beleg zu nähen ist. Die Fotoanleitung von Farbenmix.de hat dann Aufklärung gebracht und uns beiden wieder den Frieden. Und mir ein schönes Sommerröckchen, aus einem Stoff vom holländischen Stoffmarkt und Baumwolle von Ikea.
Und weils so schön war, und ich mal wieder neue Röcke brauche, habe ich eine kürzere Version von meinem dunkelbraunem Cordrock genäht, aus einem hellgelben Leinenstoff, den mir eine Freundin geschenkt hat. Die Passe ist aus einem grauen Stoff, den ich nicht wirklich definieren kann. War aus der Restkiste des Stoffoutlets Möchengladbach.
Ja, und dann war da noch.... genau, die Socken aus der Nordseeimpressionen-Serie der Frechener Wolloase, für die Creativa noch fertig gestrickt und dort hinreichend bewundert und befühlt worden:
Im letzten Oktober hatte ich eine Strickjacke aus meinen ersten handgesponnenen Garnen angefangen, die mir aber nicht so wirklich gefallen wollte, in sich gemusterte Wolle und Zopfmuster passen halt nicht immer zusammen, auch ich begreife das mal. Nun habe ich neu angefangen und als Auflockerung ein schönes dunkelrotes Merino pur von Pro Lana dazu genommen - und die Zopfmuster mal weggelassen. Und schon kann es sich sehen lassen.
Samstag, 26. März 2011
krankheitsbedingte Pause
Leider hat mich auf der Creativa ein grippaler Infekt erwischt, so dass ich erst mal schachmatt gesetzt bin. Heisst aber nicht, dass ich nicht die Nadeln klappern und das Rädchen schnurren lassen kann. Das geht noch, alles andere muss erst mal warten. Die Küche bleibt erst mal kalt, bzw. es werden mehr TK-Kost in den Ofen geschoben oder in der Mikrowelle aufgewärmt. Sogar solche banalen Dinge wie die Winterdeko abmontieren und Frühlings- und Osterdeko anbringen ist schon anstrengend.
Dafür ist weder Spinnen noch Stricken anstrengend, so dass ich wenigstens nicht so ganz ohne Beschäftigung mein Dasein fristen muss. Zum einen habe ich endlich mal die Merino-Blaubeerseiden-Mischung mit Isländer Polarfuchs verzwirnt. Leider geht der seidige Glanz und die leuchtenden Farben ein wenig durch das Grau des Polarfuchs verloren, aber ich habe jetzt 1.100 m wunderbar weiches Garn, aus dem ein gaaaanz schönes Kuscheljäckchen wird.
Jetzt ist das Rädchen frei für eine Färbung mit Seidenmalfarben von meiner Freundin Ruth, ein wenig habe ich schon angesponnen, die Farbverläufe sind wunderschön. Bilder davon gibbet aber erst, wenn der Strang fertig versponnen ist. Wobei ich denke, ich werde es nicht mit einer anderen Wolle mischen, sondern mit sich selbst verspinnen.
Stricktechnisch habe ich aus dem Weihnachts-KAL vom Wollklabauter den Schal San Sebastian für eine Freundin fertig gestellt. Gestrickt wurde das gute Stück mit einem Merino-Mix von Schoeller und Stahl. Das Muster ist wunderschön, und ich weiss auch schon, welche handgefärbte Wolle von der Frechener Wolloase ich für mich verwenden werde. Darauf muss ich aber noch auf die neue Färbung warten.
Das gute Stück hat eine Spannweite von 1,50 m und ist wunderschön kuschelig. Und von Katerchen für gut befunden:

Dafür ist weder Spinnen noch Stricken anstrengend, so dass ich wenigstens nicht so ganz ohne Beschäftigung mein Dasein fristen muss. Zum einen habe ich endlich mal die Merino-Blaubeerseiden-Mischung mit Isländer Polarfuchs verzwirnt. Leider geht der seidige Glanz und die leuchtenden Farben ein wenig durch das Grau des Polarfuchs verloren, aber ich habe jetzt 1.100 m wunderbar weiches Garn, aus dem ein gaaaanz schönes Kuscheljäckchen wird.
Jetzt ist das Rädchen frei für eine Färbung mit Seidenmalfarben von meiner Freundin Ruth, ein wenig habe ich schon angesponnen, die Farbverläufe sind wunderschön. Bilder davon gibbet aber erst, wenn der Strang fertig versponnen ist. Wobei ich denke, ich werde es nicht mit einer anderen Wolle mischen, sondern mit sich selbst verspinnen.
Stricktechnisch habe ich aus dem Weihnachts-KAL vom Wollklabauter den Schal San Sebastian für eine Freundin fertig gestellt. Gestrickt wurde das gute Stück mit einem Merino-Mix von Schoeller und Stahl. Das Muster ist wunderschön, und ich weiss auch schon, welche handgefärbte Wolle von der Frechener Wolloase ich für mich verwenden werde. Darauf muss ich aber noch auf die neue Färbung warten.
Das gute Stück hat eine Spannweite von 1,50 m und ist wunderschön kuschelig. Und von Katerchen für gut befunden:
Und neben dem ersten Seitenteil einer Strickjacke aus meinen ersten handgesponnenen Garnen (begonnen im Oktober letzten Jahres, *hüstel*), habe ich ein wunderschönes Sommertüchlein aus einem Merino-Seiden-Garn angefangen. Das Garn ist Filisilk von Zitron, handgefärbt von der Frechener Wolloase. Es wird ein Percy-Shawl. Das Garn ist wunderschön seidig (klar, hat ja Seidenanteile) und lässt sich ganz toll verarbeiten. Die ersten beiden Charts habe ich schon fertig, jetzt gehts an Eingemachte.
Also werde ich mich wieder pflegen gehen und stricken. Und vom Katerchen einen vorschnurren lassen, der manchmal auch ganz gute Fakirqualitäten an den Tag legen kann:
Also werde ich mich wieder pflegen gehen und stricken. Und vom Katerchen einen vorschnurren lassen, der manchmal auch ganz gute Fakirqualitäten an den Tag legen kann:
Sonntag, 16. Januar 2011
Auch 2011 weiterhin fleissig
Im Hause Rapante klappern nach wie vor fleissig die Nadeln und schnurrt auch mal wieder das Rädchen. Endlich sind die Stulpen San Sebastian fertig geworden und wärmen schon munter meine Hände.
Aus einem Spinnswap bei ravelry habe ich im vergangenen Herbst eine blau-weiss-schwarze Merino-Leinen-Mischung bekommen, diese habe ich mit Isländer Polarfuchs verzwirnt. Das Garn ist seeeeehr kuschelig weich und warm geworden. Was ich draus stricke, weiss ich noch nicht so genau.
Vor kurzem hat Sabine von der Frechener Wolloase angefangen, Kardenbänder zu färben. Natürlich habe ich ihr die Bitte nicht abschlagen können, testweise einmal anzuspinnen:
Diese wunderschöne Wolle ist Neuseelandlamm, lässt sich schön verarbeiten und die Farben sind einfach eine Wucht. Dazu habe ich dann ein blaues Kardenband auch von Sabine verzwirnt, daraus wurde ein kunterbuntes Allerlei:
Was draus gemacht wird, weiss ich derzeit auch noch nicht. Ich warte darauf, dass die Wolle zu mir spricht. :-)
Aus einem Spinnswap bei ravelry habe ich im vergangenen Herbst eine blau-weiss-schwarze Merino-Leinen-Mischung bekommen, diese habe ich mit Isländer Polarfuchs verzwirnt. Das Garn ist seeeeehr kuschelig weich und warm geworden. Was ich draus stricke, weiss ich noch nicht so genau.
Vor kurzem hat Sabine von der Frechener Wolloase angefangen, Kardenbänder zu färben. Natürlich habe ich ihr die Bitte nicht abschlagen können, testweise einmal anzuspinnen:
Diese wunderschöne Wolle ist Neuseelandlamm, lässt sich schön verarbeiten und die Farben sind einfach eine Wucht. Dazu habe ich dann ein blaues Kardenband auch von Sabine verzwirnt, daraus wurde ein kunterbuntes Allerlei:
Was draus gemacht wird, weiss ich derzeit auch noch nicht. Ich warte darauf, dass die Wolle zu mir spricht. :-)
Freitag, 31. Dezember 2010
Handarbeitsbilanz 2010
Gestricktes 2010:
16,5 Paar Socken
2 große Tücher
2 kleine Halstücher
1 Weste mit Rundpasse
1 Paar Handschuhe
1 Mütze
1/4 Jacke (der Rest hatte ja schon die liebe Queen gestrickt)
Strickmässig war ich für meine Verhältnisse doch recht fleissig.
Vorsätze fürs neue Jahr habe ich soweit nicht viele, eigentlich keine, ja, vielleicht mehr die Nähmaschine betätigen und mehr Bücher lesen, mehr für mich tun. Ja, ist auch schon was.
In der neuen Nähecke macht das Schneidern ja dann auch viel mehr Spass (wenn auch nicht immer):
Vielleicht sollte ich mich auch mal wieder an meine Rädchen setzen, die seit dem Weihnachtsbasar beide Pause hatten:
Auf jeden Fall habe ich für das nächste Jahr schon genug Ideen und Anleitungen, was ich noch so alles machen möchte.
Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr.
16,5 Paar Socken
2 große Tücher
2 kleine Halstücher
1 Weste mit Rundpasse
1 Paar Handschuhe
1 Mütze
1/4 Jacke (der Rest hatte ja schon die liebe Queen gestrickt)
Strickmässig war ich für meine Verhältnisse doch recht fleissig.
Vorsätze fürs neue Jahr habe ich soweit nicht viele, eigentlich keine, ja, vielleicht mehr die Nähmaschine betätigen und mehr Bücher lesen, mehr für mich tun. Ja, ist auch schon was.
In der neuen Nähecke macht das Schneidern ja dann auch viel mehr Spass (wenn auch nicht immer):
Vielleicht sollte ich mich auch mal wieder an meine Rädchen setzen, die seit dem Weihnachtsbasar beide Pause hatten:
Auf jeden Fall habe ich für das nächste Jahr schon genug Ideen und Anleitungen, was ich noch so alles machen möchte.
Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Sonntag, 21. November 2010
Spinnereien
habe ich mal wieder gemacht. Dabei sind diese beiden wunderbaren zweifarbigen Merino-Stränge herausgekommen, für schöne bunte Socken:
Von einem Spinnfasertauschpäckchen habe ich einen wunderschönen Merino-Leinen-Strang derzeit auf der Spule (Foto leider etwas unscharf geworden):
Von einem Spinnfasertauschpäckchen habe ich einen wunderschönen Merino-Leinen-Strang derzeit auf der Spule (Foto leider etwas unscharf geworden):
Was später draus wird, kann ich noch nicht sagen, irgendwann wird es mir die Wolle schon mitteilen. Wobei ich zugeben muss, dass sich reine tierische Fasern viel schöner verspinnen lassen als pflanzliche. Letztere sind mir einfach zu unnachgiebig und lassen sich meiner Meinung nach nicht schön auseinander ziehen.
Wobei mir einfällt, dass ich seit dem Frühjahr bereits Bambus auf der Handspindel habe, *flöt*.
Montag, 5. Oktober 2009
Es schnurrt - naja nicht immer
Nein, das gute alte Stück hat doch von Zeit zu Zeit Schluckauf, so dass es seinen Antriebsriemen abwirft. Das Schätzchen ist ja auch schon gute 200 Jahre alt und hat sehr viel geruht, da will man doch nicht immer so direkt.
So wie das aussieht, muss ich ihm, wenn ich dran arbeite, einen Lederfett- und Nähmaschinenölkatheder legen, damit das Zieglein nicht austrocknet. Dann klappts auch mit der Kommunikation zwischen uns beiden.
So wie das aussieht, muss ich ihm, wenn ich dran arbeite, einen Lederfett- und Nähmaschinenölkatheder legen, damit das Zieglein nicht austrocknet. Dann klappts auch mit der Kommunikation zwischen uns beiden.
Donnerstag, 24. September 2009
Spindelbau
Vor einiger Zeit bin ich mal in den Baumarkt getrabt und habe mir Holzrädchen, Holzstäbe und Haken besorgt. Die Löcher in den Holzrädchen ein wenig aufgebohrt, die Stäbchen auf 30 cm gekürzt, ein wenig Leim und voila, die erste selbstgebaut Kopfspindel. Und ich muss allen Handspinnerinnen recht geben, damit ist es wesentlich einfacher zu spinnen als mit der Fusspindel.

Damit spinne ich derzeit recht fleissig auf den Märkten, man kann ruhig zu mir sagen, dass ich spinne, ich bin noch nicht mal beleidigt. Stimmt ja auch, ich spinne, nicht nur rum.
Am letzten WE bin ich dann von NGZ-Online eiskalt erwischt worden und dat genau zweimal. Jetzt sieht man auch endlich mal die Lösung vom Bilderrätsel: Das war nämlich eine neue Surcotte.


Quelle: http://www.ngz-online.de/public/article/nachrichten/760293/Plueschiger-Publikumsmagnet.html

Damit spinne ich derzeit recht fleissig auf den Märkten, man kann ruhig zu mir sagen, dass ich spinne, ich bin noch nicht mal beleidigt. Stimmt ja auch, ich spinne, nicht nur rum.
Am letzten WE bin ich dann von NGZ-Online eiskalt erwischt worden und dat genau zweimal. Jetzt sieht man auch endlich mal die Lösung vom Bilderrätsel: Das war nämlich eine neue Surcotte.


Quelle: http://www.ngz-online.de/public/article/nachrichten/760293/Plueschiger-Publikumsmagnet.html
Dienstag, 12. Mai 2009
Es spricht zu mir!!!!
Das Stäbchenwebgerät. Jetzt weiss ich, was ich als nächstes machen werde. Demnächst mehr, denn dafür muss ich erst mal meine Spulen aufm Louet leerspinnen.
Für mein alte Zieglein arbeiten mein Altvorderer und ich an Ersatzspulen, da ich dafür nur eine einzige habe. Und da der Schreiner des hiesigen Ortes 150 - in Worten einhunderfünfzig - Euronen für eine (!) Spule bezahlt haben wollte, hat mich der Holzwurmeifer mal wieder gepackt. Dat kriegen wir auch so hin. Demnächst auch davon mehr.
Für mein alte Zieglein arbeiten mein Altvorderer und ich an Ersatzspulen, da ich dafür nur eine einzige habe. Und da der Schreiner des hiesigen Ortes 150 - in Worten einhunderfünfzig - Euronen für eine (!) Spule bezahlt haben wollte, hat mich der Holzwurmeifer mal wieder gepackt. Dat kriegen wir auch so hin. Demnächst auch davon mehr.
Donnerstag, 19. Februar 2009
Herdenerweiterung
bzw. jetzt habe ich eine. Heute bin ich quer durch Holland gekurvt, um den modernen Kollegen zu meiner alten Ziege zu holen. Jaaaaa, ich weiss, es wäre einfacher gewesen, wenn ich das Teil mir hätte schicken lassen, aber so bin ich mal rausgekommen und habe zwei ganz interessante Menschen kennen gelernt.
Joke, da war ich eigentlich von ausgegangen, dass es ein Mann ist, und ihr Lebensgefährte sind so richtige Althippies, in einem gaaaanz niedlichem kleinen Hexenhäuschen mit einer Horde von Pflegekindern aus aller Herren Länder. Gut, ihr Mann trug zwar das Haupthaar kurz, aber hatte einen ziemlich langen Rauschebart. Das Häuschen vollgestopft mit jeder Menge antiken Kram, Spinnrädern, Büchern, Filme, CDs, Figuren etc. pp. - und einige Holzkisten, die schon gut für den MA-Markt zu gebrauchen wären. Joke verkauft hauptsächlich diese Dinge, um Menschen zu unterstützen, die keine Krankenversicherung bezahlen können. In Holland läuft das Gesundheitssystem nämlich noch etwas anders, z. B. gibt es nicht die Pflichtversicherung wie in Deutschland. Darüber hinaus muss man zuerst zum Hausarzt gehen, in dessen Ermessen liegt es, ob man zu einem Spezialisten geschickt wird, oder ob der Hausarzt erst mal selbst doktort.
43 Kinder haben die beiden grossgezogen, dabei 3 leibliche, Respekt, Respekt.
Nachdem ich dann so eine kleine Odyssee durch Holland durchgemacht hatte (nächste Anschaffung wird definitiv ein Navigationssystem mit Kartensatz für Holland!), und ich erst mal IN Amsterdam gelandet bin, statt in dem kleinen Nest 20 km südlich davon, und eineinhalb Stunden später als geplant habe ich dann das Schätzchen entgegengenommen. Nach einer guten Tasse Tee und einem Stück lecker süssen Brot bin ich dann wieder quer durch die Niederlande aufgebrochen. Vorbei an Kanälen, Klappbrücken (oder wie auch immer diese Brücken genannt werden), Windmühlen und so einigen Wolllieferanten, wo ich mir auch gerne den einen oder anderen noch ins Auto gepackt hätte. Leider mäht mein Vater lieber seinen Rasen mit dem Rasenmäher statt ihn mähen zu lassen. Das verstehe ich ja gar nicht, dabei sind die sooo dekorativ!
Jetzt bin ich wieder zu Hause mit meiner Belohnung für die harte Arbeit in der Spülküche und am Putzlappen. Bin mal gespannt, ob die Herde sich versteht, ich werde dann entsprechend berichten.
Ach ja, so sieht dann der Zuwachs auch aus:

Dann muss ich gleich mal schauen, ob ich für das neue Schätzchen kardiertes Futter habe....
Joke, da war ich eigentlich von ausgegangen, dass es ein Mann ist, und ihr Lebensgefährte sind so richtige Althippies, in einem gaaaanz niedlichem kleinen Hexenhäuschen mit einer Horde von Pflegekindern aus aller Herren Länder. Gut, ihr Mann trug zwar das Haupthaar kurz, aber hatte einen ziemlich langen Rauschebart. Das Häuschen vollgestopft mit jeder Menge antiken Kram, Spinnrädern, Büchern, Filme, CDs, Figuren etc. pp. - und einige Holzkisten, die schon gut für den MA-Markt zu gebrauchen wären. Joke verkauft hauptsächlich diese Dinge, um Menschen zu unterstützen, die keine Krankenversicherung bezahlen können. In Holland läuft das Gesundheitssystem nämlich noch etwas anders, z. B. gibt es nicht die Pflichtversicherung wie in Deutschland. Darüber hinaus muss man zuerst zum Hausarzt gehen, in dessen Ermessen liegt es, ob man zu einem Spezialisten geschickt wird, oder ob der Hausarzt erst mal selbst doktort.
43 Kinder haben die beiden grossgezogen, dabei 3 leibliche, Respekt, Respekt.
Nachdem ich dann so eine kleine Odyssee durch Holland durchgemacht hatte (nächste Anschaffung wird definitiv ein Navigationssystem mit Kartensatz für Holland!), und ich erst mal IN Amsterdam gelandet bin, statt in dem kleinen Nest 20 km südlich davon, und eineinhalb Stunden später als geplant habe ich dann das Schätzchen entgegengenommen. Nach einer guten Tasse Tee und einem Stück lecker süssen Brot bin ich dann wieder quer durch die Niederlande aufgebrochen. Vorbei an Kanälen, Klappbrücken (oder wie auch immer diese Brücken genannt werden), Windmühlen und so einigen Wolllieferanten, wo ich mir auch gerne den einen oder anderen noch ins Auto gepackt hätte. Leider mäht mein Vater lieber seinen Rasen mit dem Rasenmäher statt ihn mähen zu lassen. Das verstehe ich ja gar nicht, dabei sind die sooo dekorativ!
Jetzt bin ich wieder zu Hause mit meiner Belohnung für die harte Arbeit in der Spülküche und am Putzlappen. Bin mal gespannt, ob die Herde sich versteht, ich werde dann entsprechend berichten.
Ach ja, so sieht dann der Zuwachs auch aus:

Dann muss ich gleich mal schauen, ob ich für das neue Schätzchen kardiertes Futter habe....
Montag, 16. Februar 2009
Schnurrt wie ein Kätzchen ....
... mein kleines altes Zieglein. Was ein wenig Nähmaschinenöl, Lederfett und Holzpolitur bei einem Spinnrad so alles bewirken kann. Sogar der Riemen springt nicht mehr ab - das sage ich aber lieber nicht zu laut. *pssssst*
Dieser Tage bekommt das Zieglein dann modernen Zuwachs, dann hole ich nämlich in Holland ein modernes Spinnrad ab, Frau kann ja nicht genug davon haben. *freu*
BTW: Ich glaube, da wartet dann noch ein Berg Wolle darauf, gekardet zu werden, damit das Zieglein und sein neuer Kollege was zum Verarbeiten haben. Ich glaub, ich brauche da mal ein gescheites Kardiertier...
Dieser Tage bekommt das Zieglein dann modernen Zuwachs, dann hole ich nämlich in Holland ein modernes Spinnrad ab, Frau kann ja nicht genug davon haben. *freu*
BTW: Ich glaube, da wartet dann noch ein Berg Wolle darauf, gekardet zu werden, damit das Zieglein und sein neuer Kollege was zum Verarbeiten haben. Ich glaub, ich brauche da mal ein gescheites Kardiertier...
Freitag, 2. Januar 2009
Warten auf Godot oder fleissiger Spinntag
Dabei meinte ich aber nicht rumspinnen, sondern Wolle verspinnen. Während ich auf dringende Anrufe wartete, habe ich mich mal endlich wieder dem Wolleverspinnen gewidmet, um mal mit der grauen Wolle vom Oktober fertig zu werden. Leider habe ich vor zwei Tagen beim Kardieren festgestellt, dass ich das letzte Viertel der Wolle entsorgen musste, da sich dort Untermieter eingenistet hatten, bäh!!!
Gestern abend habe ich dann schon fleissig versponnen und zum ersten male gezwirnt. Rausgekommen sind eine volle Haspel mit zweifädig verzwirnten Garn, eine volle Spule zweifädig verzwirntes (rechts) und eine Spule einfach versponnenes Garn.

Und dann hat Caeci sich mal kreativ betätigt und ein "Effektgarn" kreiert, sprich: Ich habe das ziemlich knubbelig versponnene Garn vom vorletzten Jahr, das ich mit Krapp gefärbt habe, genommen und mit dem grauen Garn verzwirnt. Mal sehen, was ich daraus noch mache.

Darüber hinaus habe ich die letzten freien Tage des letzten Jahres genutzt und mein Wohnzimmer umgebaut. Jetzt habe ich an der Dachgaube einen richtig schönen Arbeitsbereich, wo ich auch endlich mal eine Wand für den Gewichtswebstuhl freigeräumt habe. Der muss allerdings noch aufgebaut werden. Das wollte ich dann letztes Jahr doch nicht mehr machen.
Gestern abend habe ich dann schon fleissig versponnen und zum ersten male gezwirnt. Rausgekommen sind eine volle Haspel mit zweifädig verzwirnten Garn, eine volle Spule zweifädig verzwirntes (rechts) und eine Spule einfach versponnenes Garn.
Und dann hat Caeci sich mal kreativ betätigt und ein "Effektgarn" kreiert, sprich: Ich habe das ziemlich knubbelig versponnene Garn vom vorletzten Jahr, das ich mit Krapp gefärbt habe, genommen und mit dem grauen Garn verzwirnt. Mal sehen, was ich daraus noch mache.
Darüber hinaus habe ich die letzten freien Tage des letzten Jahres genutzt und mein Wohnzimmer umgebaut. Jetzt habe ich an der Dachgaube einen richtig schönen Arbeitsbereich, wo ich auch endlich mal eine Wand für den Gewichtswebstuhl freigeräumt habe. Der muss allerdings noch aufgebaut werden. Das wollte ich dann letztes Jahr doch nicht mehr machen.
Mittwoch, 22. Oktober 2008
Das ultimative Beruhigungsmittel
Ich habs endlich gefunden!!!! Und zwar spinnen, spinnen, spinnen. Nein, nicht rumspinnen, sondern Wolle verspinnen. Meine Freundin Ruth hat mir eines ihrer modernen Spinnräder zum testen geliehen, ein ganz anderes Arbeiten als mit meinem alten Schätzchen - wobei, mal Knoten ins Gehirn machen, ich sollte das Schätzchen vielleicht mal ein wenig ölen, dann läuft es vielleicht auch mal runder.
Mit dem Kardenband stehe ich allerdings noch auf Kriegsfuss, ich kann eher das lockere Flies verarbeiten, aber das Kardenband kriege ich auch noch klein. Hab ja Zeit, ist ja Winterpause *gacker*. Heisst allerdings auch im Klartext, ich kann meine Wolle fürs Projekt prima verarbeiten, *freu*.
Also zurück zum Spinnen. Auf Ines Geburtstagsspinnen habe ich den lieben langen Tag an besagtem geliehenen modernen Spinnrad gesessen und die gesamte Spule vollgesponnen - und Tribut gezahlt. Am Ende des Tages hatte ich eine ziemlich dicke Blase am rechten Zeigefinger. Momentan kann ich es nicht erwarten, dass diese abheilt, damit es weitergehen kann. Naja, schwinge ich dann halt noch ein wenig die Handkarden. Bild von der vollen Spule folgt noch, damit man mir das auch glaubt.
Spinnen kann eine echt beruhigende Wirkung haben, oooooommmmmm, ich ruhe ganz in mir selbst, jede Zelle meines Körpers ist glücklich, nichts kann mich stressen. Ideale Voraussetzungen für die kommende Saison 2009.
Mit dem Kardenband stehe ich allerdings noch auf Kriegsfuss, ich kann eher das lockere Flies verarbeiten, aber das Kardenband kriege ich auch noch klein. Hab ja Zeit, ist ja Winterpause *gacker*. Heisst allerdings auch im Klartext, ich kann meine Wolle fürs Projekt prima verarbeiten, *freu*.
Also zurück zum Spinnen. Auf Ines Geburtstagsspinnen habe ich den lieben langen Tag an besagtem geliehenen modernen Spinnrad gesessen und die gesamte Spule vollgesponnen - und Tribut gezahlt. Am Ende des Tages hatte ich eine ziemlich dicke Blase am rechten Zeigefinger. Momentan kann ich es nicht erwarten, dass diese abheilt, damit es weitergehen kann. Naja, schwinge ich dann halt noch ein wenig die Handkarden. Bild von der vollen Spule folgt noch, damit man mir das auch glaubt.
Spinnen kann eine echt beruhigende Wirkung haben, oooooommmmmm, ich ruhe ganz in mir selbst, jede Zelle meines Körpers ist glücklich, nichts kann mich stressen. Ideale Voraussetzungen für die kommende Saison 2009.
Mittwoch, 9. Januar 2008
Von wegen altes Handwerk!!!
Sehr aktuell ist es sogar, was ich mache. Habe ich doch vom Vogt nun einen super Link zu Schafen und Wollverarbeitung in aller Welt bekommen. Auch heute wird in vielen Ländern noch so gearbeitet, wie ich es bisher gemacht habe - seit tausenden von Jahren quasi hat sich nichts daran geändert. Daran sehe ich wenigstens, dass ich nicht so ganz falsch mit meiner Recherche liege.
Hier der Link zu dieser sehr interessanten Studie über Entwicklungsländer: http://www.payer.de/entwicklung/entw0822.htm
Hier der Link zu dieser sehr interessanten Studie über Entwicklungsländer: http://www.payer.de/entwicklung/entw0822.htm
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